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Rav Frand zu Parschat weSot haBeracha 5769

Die Torah ist keine Jeruscha sondern eine Morascha

Der Abschnitt der Torah, der am Simchat Torah gelesen wird, beinhaltet den bekannten Pasuk: "Die Torah wurde uns von Mosche befohlen, eine Morascha (Erbe) für die Gemeinschaft von Ja'akow." [Dewarim 33:4] Im Talmud Jeruschalmi steht dazu eine interessante Lehre: Wo immer wir den Ausdruck Morascha finden, weist es auf eine Schwächung des Erbes hin (Laschon diha) [Baba Batra 8:2].

Morascha ist ein sonderbares Wort. Es ist nicht einfach zu übersetzen. Es unterscheidet sich wesentlich von Jeruscha (Erbe). Man hat weniger Recht auf ein Objekt, das zu einem als "Morascha" gelangt, als ein Objekt, das man als „Jeruscha" bekommt.

Der Talmud Jeruschalmi bezieht sich nicht auf unseren Pasuk hier in weSot haBeracha, sondern auf einen Pasuk in Parschat Wa‘ejra: "Und Ich werde es (das Lande Israel) euch geben als Morascha." [Schemot 6:8] Der Jeruschalmi weist darauf hin, dass diese Menschen, denen dies versprochen wurde, nie in Israel angekommen sind. Fast die ganze Generation, die Ägypten verlassen hat, ist in der Wüste gestorben. Wie kann die Torah dann aussagen, dass es ihnen als Morascha gegeben wird? Der Jeruschalmi zitiert dies also als Beweis für den Unterschied zwischen Jeruscha und Morascha.

Hätte die Torah das Land Israel den Menschen als Jeruscha versprochen, so hätte es ihnen ohne wenn und aber gehört. Doch die Torah benutzte die schwächere Form –- Morascha, was heisst, dass es nicht unbedingt ihres sein wird. Und wirklich, es wurde nie ihres.

Es wurde nur soweit ihres, dass es ihren Kindern gegeben wurde. Dies ist die eigentliche Bedeutung des Wortes Morascha. Das Wort bedeutet "es ist eures – manchmal im wörtlichen Sinn und manchmal nur soweit, dass es euren Kindern weitergegeben wird, ohne, dass es je in eurem Besitz war."

Der Talmud stellt diese Erklärung in Frage, indem er unseren Pasuk zitiert, dass die Torah eine "Morascha ist für die Gemeinschaft von Ja'akow." Der Jeruschalmi antwortet, dass diese Übersetzung von 'Morascha' fürwahr auch auf die Torah passt!

Torah ist KEINE Jeruscha. Nur weil mein Vater die Torah hatte, heisst nicht, dass auch ich die Torah haben werde. Manchmal hat ein Mensch die Torah nur als eine ‘Morascha'. Dies bedeutet, wenn ein Mensch über der Torah schwitzt und sich anstrengt, sie zu verstehen und Stunden investiert, um sie zu beherrschen, dann wird die Torah seine. Das heisst, es gibt keine Garantie. Die Torah ist keine Erbschaft ohne Bedingungen (Jeruscha). Ohne den Schweiss und die investierten Stunden, wird Torah nur etwas sein, dass ein Mensch vielleicht der nächsten Generation weitergibt (Morascha).

Chasal (unsere Weisen) lehren uns eine Tradition, die auf diesen Pasuk basiert, "Diese (Torah - ) Worte, die ich in deinen Munde getan, werden nicht von deinem Munde weichen und von dem Mund deiner Kinder und von dem Mund deiner Enkel für immer." [Jeschajahu 59:21]: Wenn drei Generation sich dem Torah-Lernen widmen, dann wird die Torah diese Familie nie verlassen. Der Talmud [Baba Mezia 85a] fasst diese Idee mit dem folgenden Ausdruck zusammen: "Die Torah kehrt zu ihrem Gastgeber zurück" (Torah choseret al Achsania schela).

Jemand fragte einmal den Chafez Chaim die sehr naheliegende Frage, dass wir Menschen kennen, die von vielen Generationen von Torah - Gelehrten abstammen, die selber aber der Torah nicht kundig sind. Leider sehen wir Millionen von Jehudim, die in diese Kategorie passen. Es existieren Familien, die den Namen bekannter Gedolim (Torah Grössen) tragen, die heute vielleicht nicht einmal wissen, wie ein Alef aussieht. Was bedeutet dann "Torah choseret al Achsania schelah"?

Der Chafez Chaim erklärte, dass der Vergleich des Talmud sehr präzise ist. Die Torah ist wie ein Gast, der das Heim seines Gastgebers sucht.

Manchmal klopft ein Gast an unsere Tür. Wenn niemand aufmacht, so wird der Gast wieder gehen.

"Torah choseret al Achsania schela" bedeutet, dass wenn die Torah drei Generationen lang in einer Familie war, dann wird die Torah kommen und "an die Tür dieser Familie klopfen" in späteren Generationen. Doch die müssen die Türe für den Gast immer noch öffnen. Der Gast muss immer noch von jeder Generation hereingelassen werden.

Leider geschieht das: Es klopft. Es gibt Gelegenheiten. Doch die Türe wird nicht geöffnet. Torah ist keine Jeruscha. Sie ist nur Morascha. Der Unterschied ist, dass das erste automatisch geschieht und das zweite Einsatz benötigt. Wenn ein Mensch diesen Einsatz nicht leistet, dann wird sein Anteil an der Torah vielleicht nur so weit sein, dass er sie den nächsten Generationen weitergibt.



Rav Frand, Copyright © 2008 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

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