Tischri
/Paraschat Ha'asinu - Asseret Jemei Teschuva

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Raw Ciner zu Parschat Re'eh 5766

Sogar noch näher zu Haschem kommen

„Ihr sollt Haschem, eurem G’tt, nachgehen und Ihn fürchten, Seine Gebote sollt ihr beobachten und auf Seine Stimme hören. Ihr sollt Ihm dienen und euch an Ihn klammern.“ [Devarim 13:5]

„An Ihn sollt ihr euch klammern: Auf seinen Wegen wandeln; Hilfsbereitschaft üben, die Toten begraben, Kranke besuchen, gleich dem Allmächtigen, gelobt sei Er.“ [Raschi]

Für Raschi stellt sich die Frage, auf welche Weise genau wir uns denn an Haschem klammern sollen. Offensichtlich wird hier nicht von körperlicher Nähe, sondern von Nachahmung gesprochen. Raschi gibt uns eine kurze Liste und die allgemeine Anweisung, dass wir uns so verhalten sollen wie Haschem. Wir können deshalb nach weiteren Bereichen suchen, welche Handlungen und Eigenschaften von Haschem erkennen lassen.

Im Siddur (Gebetbuch) gibt es verschiedene Beispiele von weiteren Möglichkeiten, die uns helfen, die Eigenschaften von Haschem zu übernehmen.

Arzt der Kranken, Lehrer der Torah für Israel, beschafft Kleider für die Unbekleideten, sorgt für alle Bedürfnisse, wohlmeinend gegenüber allen, langmütig, erbarmungsvoll, liebt die Gerechten, gibt Brot den Hungrigen, stützt die Strauchelnden, beschützt die Witwen, Waisen und Fremden, wählt Sein Volk Israel mit Liebe aus, vergibt gnädig, sammelt die Verstossenen Seines Volkes Israel, liebt Freigiebigkeit und Gerechtigkeit, unterstützt den Gerechten, erbaut Jeruschalajim, hört auf ehrliche Bitten, lässt die Schechina (Gegenwart G’ttes) nach Zijon zurückkehren, lässt Sein Antlitz erstrahlen, bringt Frieden, steht zu Seinem Wort, zahlt denjenigen zurück, die G`tt fürchten, rettet und beschützt und erfüllt die Bedürfnisse aller mit Güte.

Es gibt eine Geschichte über einen Professor, der auf der Madison Avenue entlang ging. Er war gerade in einer ziemlich niedergeschlagenen Stimmung und bemerkte ein Schild, welches den Weg zur Praxis eines Psychiaters wies. Er trat ein und stand vor zwei Türen. Auf einer der Türen stand „introvertiert“ und auf der anderen „ extravertiert“. Nach kurzer Überlegung ging er durch die Tür auf welcher die Aufschrift „ introvertiert“ stand. Dann musste er sich nochmals zwischen zwei Türen entscheiden. Auf einer Tür stand „Verdient über $100’000“, auf der anderen „ Verdient weniger als $100’000“. Das war nun eine viel einfachere Entscheidung. Ein Lehrer verdient nicht so viel, also ging er durch die Tür „weniger als $100’000“ – und befand sich wieder auf der Madison Avenue.

Haschem versorgt die ganze Welt „mit Seiner Güte, mit Gunst, mit Freundlichkeit und mit Erbarmen“, augenscheinlich ohne Zahlung anzunehmen. Was für eine Fülle von Möglichkeiten wartet auf uns! Falls wir die Absicht haben Haschen nachzueifern, dann können wir mit jeder Handlung, die wir gerade ausüben, einen zusätzlichen Aspekt von Tiefgründigkeit in unser Leben bringen. Eine Mutter, welche ihr Kind anzieht oder es füttert, ein Lehrer, der sich in Geduld übt, oder ein Israelfreund, der einen Scheck ausstellt, kann im Sinne haben, einen Teil der obigen Liste zu erfüllen und damit zu zeigen, wie man einem guten Leben noch einen zusätzlichen Schuss Würze beifügt.

Rabbi Avigdor Miller szl. führte aus, dass wir an zwei Stellen in der Torah angehalten werden, „uns an jemanden zu hängen“. „Deshalb soll ein Mann seine Mutter und seinen Vater verlassen und sich an seine Frau klammern …“ [Berejschit 3:24]. Und hier werden wir angehalten, uns an Haschem zu klammern. Er wirft die Frage der doppelten Loyalität auf. Wie können wir 24 Stunden im Tag, 7 Tage in der Woche zwei Aufgaben gleichzeitig erfüllen. Wie können wir pflichtbewusst dem Ehepartner verschrieben und gleichzeitig Haschem ergeben sein?

Die Antwort ist einfach. Die hebräischen Wörter „Isch“ und „Ischa“ für Mann und Frau weisen zwei gleiche Buchstaben auf. „Alef“ und „Schin“. Beide Worte haben jedoch auch je einen verschiedenen Buchstaben: „Jud“ und „Hej“. Der Talmud lehrt, dass die Schechina (Gegenwart G’ttes) auf ihnen ruht, wenn sie in Frieden miteinander leben. Das Jud und das Hej bilden Haschems Namen. Herrscht kein Friede zwischen ihnen, dann flieht die G’ttesgegenwart. Es bleiben nur das „Alef“ und das „Schin“: „Esch“ - Feuer. Somit bildet die Bindung, welche beide mit Haschem knüpfen, den eigentlichen Kitt, der beide miteinander verbindet. Indem sie den Allmächtigen nachahmen, können sie darauf hoffen, einander näher zu kommen und sich gleichzeitig auch Haschem zu nähern.


Quellen und Persönlichkeiten:
Raschi (1040 - 1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]: Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); "Vater aller Torahkommentare".
Rabbi Avigdor Miller (1909 – 2001): Rabbiner und Maschgiach, einflussreicher Denker und Redner; Slobodka, Litauen; New York, USA.



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