Elul
/Paraschat Ki Tawo

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Raw Wein zu Parschat Ejkew 5768

Freie Wahl und Wunder

Mosche erinnert in seinem Rückblick auf die vergangenen vierzig Jahre der Wüstenwanderung der Jehudim an alle Wunder, die sie dort erleben durften. Er tut dies aber nicht um der Erzählung willen, sondern um allen zukünftigen Generationen eine wichtige moralische Lektion zu erteilen.

Er will uns lehren, dass trotz allen Wundern, die Haschem für uns geschehen lässt, unser Schicksal dennoch zu einem grossen Teil in unseren Händen liegt. Und die Lektion aus der gesamten jüdischen Geschichte wird im folgenden Passuk zusammengefasst: Denn nicht von Brot alleine – sogar von solch wunderbaren Brot, wie es das Manna war – sollen die Menschen leben, sondern durch alle Worte von Haschem, nach den Werten, den Geboten und den Kriterien der Torah sollen Jehudim leben.

Alle Versuche diese Lektion zu ignorieren; andere Worte, Ideen und Ideologien gegen die Worte der Torah einzutauschen haben zu kläglichen Misserfolgen geführt. Doch wenn man sich auf Wunder verlässt, ist man auf einem ebenso gefährlichen Weg. Meine Lehrer in der Jeschiwa pflegten uns frommen jungen Männern zu sagen, dass Gebet einem hilft, ein Talmid Chacham (Gelehrter) zu werden. Doch sie betonten, dass wenn man sich hinsetzt und für eine längere Zeit konzentriert und ernst Torah studiert, dies beim Streben nach wahrer Torah-Gelehrsamkeit mehr bewirkt.

Mosche benutzt die ständigen Wunder der Wüste, um klar zu machen, dass ein Grossteil der Verantwortung des Lebens in unseren Händen und unserer Entscheidungsfreiheit liegt. Die Schlussfolgerung dieser Rede ist, dass Haschem denjenigen hilft, die sich selbst helfen.

In unserer Nach-Tischa-be’Aw Stimmung und im Vorfeld von Elul und den Hohen Heiligen Tagen, ist es wichtig, sich zu erinnern, wie viel von unserem Schicksal wirklich von unseren eigenen Taten abhängt. Die kleinen Entscheidungen, die wir in unserem Alltag treffen, summieren sich zu den Errungenschaften und Leistungen unseres Lebens. Dies meint Raschi, wenn er schreibt “dies sind die Gebote, die man mit den Fersen (ejkew=akejw) zertritt“. Die kleinen Dinge, die wir momentan als unwichtig ansehen, wachsen oft zu bedeutenden Entscheidungen aus und haben manchmal sogar unwiderrufliche Folgen. Die Frage, die wir uns immer stellen müssen, ist, ob unsere Taten dem Standard von Haschems Wort entsprechen. Wir leben nicht von Brot alleine, oder von Wundern alleine, sondern von unseren eigenen Entscheidungen, unserem eigenen Benehmen und unseren Handlungen.

Als ich letztens einmal auf einer New York City Autobahn fuhr – eine Geduldsprobe von ausgesprochener Sinnlosigkeit – habe ich die richtige Ausfahrt verpasst. Viele Kilometer aber nur eine Viertelstunde später, konnte ich zum Ausgangspunkt zurückkehren und die Autobahn an der richtigen Ausfahrt verlassen. Ich fühlte, dass dies ein Wunder war. In Wahrheit war es meine Nachlässigkeit, als ich die Ausfahrt verpasste, die dieses “Wunder” notwendig machte.

Mosche lehrt uns, dass dies tagtäglich in unserem Leben geschieht. Seine Botschaft an uns ist heute so klar und überzeugend, wie sie es für unsere Vorfahren vor vielen Jahren in der Wüste Sinai war.


Schabbat schalom.



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