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Raw Frand zu Parschat Ejkew 5772

Der Türwächter als Zeuge

Du sollst sie auf die Türpfosten deiner Häuser und deiner Tore schreiben. (Dewarim 11:20)

Die Mesusa steht wie ein Wächter an der Tür, wir passieren sie, wann immer wir einen Raum betreten oder verlassen. An was sollen wir denken, wenn wir die Mesusa anschauen? Mit welchen Gedanken sollen wir uns befassen, wenn wir das „Schin“ sehen, das auf der Mesusa abgebildet ist? An was erinnern uns die Schriftrollen, die in der Mesusa-Hülle verpackt sind? 

Der Rambam (Maimonides) schreibt in seinen Erklärungen zur Mizwa der Mesusa, dass uns die Mesusa an den Allmächtigen erinnern soll, was uns wiederum zur Erkenntnis bringen wird, dass nichts auf dieser Welt ewig ist, nur der Allmächtige und seine Torah. 

Warum soll uns gerade die Mesusa an diese Konzepte erinnern?

Vielleicht kann man sagen, dass die Mesusa ein stummer Zeuge der Geschichte der Menschheit ist. Denken wir an die Mesusa einer alten Synagoge oder eines anderen eindrucksvollen Gebäudes. Die Mesusa ist immer noch dort, Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte. Die Mesusa sah Kleinkinder, die in die Synagoge zur Brit Milah gebracht wurden, die Mesusa sah dieselben Leute, alt geworden, die in die Synagoge gebracht wurden um einen Hesped (Trauerrede) auf sie zu halten und dann begraben zu werden. Die Mesusa sah die Generationen kommen und gehen. Die Mesusa sah Königreiche entstehen und wieder verschwinden. Die Mesusa sah die Geburt von neuen Ideologien und deren Untergang.

Allein im letzten Jahrhundert hat unsere hypothetische Mesusa Humanismus, Kapitalismus, Materialismus, Existenzialismus, etc. erlebt, die jeweils als neue Lebensphilosophien angenommen  und kurz später wieder verworfen wurden. Sie hat den Aufstieg der Sowjetunion, des Kommunismus und ihren schmählichen Zusammenbruch gesehen. Die Mesusa erlebte die Entwicklung des Dritten Reichs, des Tausendjährigen Reichs, und den Holocaust gegen das jüdische Volk und dann deren endgültige Niederlage und Zerstörung. Die Mesusa sah auch die Geburt des Staates Israel und deren Wachstum bis in die heutige Zeit.

Als die Eisenbahn im 19. Jahrhundert erfunden wurde, dachten die Menschen, dass die neue Technik so perfekt ist, dass sie sich nie ändern wird. Man verkaufte damals Aktien und Obligationen für Jahrhunderte im Voraus. Und wo sind sie alle heute? Auf dem Schrotthaufen, zusammen mit den alten rostigen Zügen. 

Die Menschen sind immer auf der Suche nach Unsterblichkeit. Diese Erfindung, diese Idee, dieses Bauwerk, dieses Buch, dieses und vieles anderes wird die Unsterblichkeit erfassen, der Zeit widerstehen und überstehen bis in alle Ewigkeit, uns unsterblich machen. Aber es funktioniert leider nicht. 

Die Torah sagt uns in Parschat Bamidbar (32:42): „Und Nowach ging und eroberte die Stadt Kenat und ihre Bezirke (Benoteha בנתיה) und nannte sie Nowach, nach seinem Namen“. Nach den grammatischen Regeln der hebräischen Sprache sollte beim Wort 'Benoteha' der Buchstabe 'Heh ה' mit einem Dagesch (Zeichen der Betonung/Punkt im Heh) enden. Jedoch ist dieses 'Heh' ein sogenanntes 'schwaches (unbetontes) Heh'. Der Midrasch erklärt, dass dieses 'schwache Heh' und wissen lässt, dass die Stadt nicht lang andauerte. Die Stadt wurde letztlich zerstört. Warum hält die Torah es für wichtig, uns dies mitzuteilen? Diese kurze Episode soll uns die Sinnlosigkeit der Verewigung lehren. Nowach wollte sich durch eine Erschaffung einer bleibenden Sache (einer ganzen Stadt!) verewigen. Er krönte sie sogar mit seinem Namen! Aber sein Projekt scheiterte. Die Stadt wurde zerstört und sein Name würde in Vergessenheit geraten, wenn die Torah ihn nicht in dieser Parscha erwähnt hätte.

Alles ändert sich ständig. Nichts ist von Dauer. Nur der Allmächtige und Seine Torah sind dauerhaft und ewig und die Mesusa ist Zeuge!

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