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Raw Frand zu Parschat Balak 5767

War G’tt Bil’ams Agent? Welche Taten besitzen eine unheimliche Kraft?

Parschat Balak beinhaltet die bekannte Geschichte von Balak, dem König von Moaw, der sich vor dem nahenden jüdischen Volk fürchtete. Moaw nahm richtigerweise an, dass sie – angesichts des Schicksals der anderen Könige und Völker, welche die Bne Jisrael mit militärischen Taktiken herausgefordert hatten - keine Chance haben würden, wenn auch sie die Bne Jisrael in einen konventionellen Krieg verwickeln würden.

Deshalb versuchte es Balak mit einer „Geheimwaffe“ – mit der Atomwaffe seiner Tage. "Und er sandte Boten zu Bil’am, dem Sohn von Beor..." [Bamidbar 22:5] Bil’am hatte die Fähigkeit, Menschen zu verfluchen. Seine Flüche hatten Auswirkungen auf das beabsichtigte Opfer. Also bat Balak, dass Bil’am „das Volk, das von Ägypten hinausgezogen ist und die Oberfläche der Erde bedeckt hat“ zu verfluchen.

Bil’am wollte, dass die Boten bei ihm übernachten sollten, damit er Balaks Anliegen am nächsten Morgen, je nachdem, was Haschem ihm sagen würde, beantworten könne. Haschem sagte zu Bil’am, "Gehe nicht mit ihnen; verfluche die Leute nicht, denn sie sind gesegnet" [22:12]. Bileam richtete diese Nachricht den Boten von Balak aus.

Als Balak hörte, dass Bil’am nicht kommen möchte, nahm er an, dass dem Bil’am die angebotene Entlöhnung nicht genüge. Balak habe probiert zu billig davon zu kommen. Des- halb schickte Balak eine grössere und angesehenere Delegation, die dem Bil’am einen grossen Lohn versprach und ihm zusicherte, dass man ihm jeden Wunsch erfüllen würde.

Bil’am, der nicht dumm war, antwortete den Boten widerwillig, "Sogar wenn Balak mir seine ganze Schatzkammer geben würde, gefüllt mit Silber und Gold – sind meine Hände gebunden. Ich kann nur das tun, was Haschem mir erlaubt." Wieder mussten sie bei ihm übernachten, um die Antwort G“ttes abzuwarten.

Dieses Mal sagte Haschem zu Bil’am, "Wenn diese Leute für deinen Vorteil gekommen sind (likro lecha), dann gehe mit ihnen – aber du darfst nur machen was Ich dir sagen werde" [22:20]. Es gehört sich zwar nicht, es so zu definieren, doch scheint es beinahe, als ob Haschem Seine Meinung geändert hätte! Als Bil’am erstmals um Erlaubnis gefragt hatte, sagte Haschem "Nein. Du kannst nicht gehen!" Und jetzt sieht es auf einmal so aus, als ob Haschem Seine Meinung geändert hätte. Was war jetzt anders?

Raschi sagt zu den Worten "Im likro lecha“, wenn diese Leute für deinen Vorteil gekommen sind, --um dir guten Lohn zu zahlen – dann gehe mit ihnen. In anderen Worten, wenn du denkst aus diesem Auftrag einen Profit zu generieren, dann habe Ich nichts dagegen.

Das war der Unterschied! Das erste Mal, als sie Bil’am wollten, boten sie ihm nichts – weder Geld noch Ehre. In dieser Situation sagte Haschem, "Gehe nicht." Das zweite Mal offerierte Balak Bil’am Reichtum und Ehre. Jetzt sagte Haschem, "Wenn du davon einen Vorteil zu haben gedenkst, dann kannst du gehen."

Sorgte sich Haschem um Bil’am's Lebensunterhalt? Amtete Er als Bil’ams Agent? Unentgeltlich, kannst du nicht gehen. Wenn du Ihnen die Stunden verrechnest, dann kannst du gehen?

Ich hörte dazu einen fantastischen Gedanken von Raw Schimon Schwab (1908-1995). Eine der stärksten Kräfte in der Welt ist, wenn man etwas "lischma" macht – nur um der Sache willen, ohne Hintergedanken. Etwas vollständig uneigennützig zu tun, nur weil man denkt, es sei das richtige, hat eine viel stärkere Kraft als man sich vorstellen kann. Wenn man aber etwas tut, weil man ein paar Franken verdienen will, anstatt um der Sache willen, dann hat diese Tat viel weniger Wirkung.

Raw Schwab erklärte mit diesem Gedanken den Aufstieg und Fall des Kommunismus während des letzten Jahrhunderts. Der Kommunismus war lange eine sehr erfolgreiche Bewegung. Bis vor kurzem gab es mehr als anderthalb Milliarden Menschen, die unter einer kommunistischer Regierung lebten - dennoch wurden wir Zeuge, wie sich der Kommunismus in letzter Zeit auflöste.

Was machte die Kommunisten so erfolgreich? Raw Schwab sagte, es waren die "Lischma-niks." Menschen wie Lenin, Trotzki und Marx waren Leute, die der Welt eine bessere Ordnung geben wollten. Sie wollten der Welt ein System geben, das den „Bankrott des Kapitalismus“ ablösen sollte, in der es fantastisch Reiche gab und andere, die auf der Strasse betteln mussten. In dieser Hinsicht basierte der Kommunismus auf noblen Ideen. Dies waren Leute, die es – sozusagen - Leschem Schamaim (um des Himmels willen) taten! Sie taten es um des Kommunismus willen. Sie handelten „lischma“!

Raw Schwab erzählte, dass er sich an einen Umzug der Kommunisten erinnerte, welcher in seiner Stadt in Deutschland in den 1920er Jahren stattfand.

Ein jüdisches Kind, das gegen seine Eltern aufbegehrt hatte, marschierte in der ersten Reihe dieser Parade. Er wurde verachtet, er wurde von der Gemeinschaft ausgestossen. Doch dies störte ihn nicht, denn er tat dies „lischma“. Er glaubte, an das, was er tat, wie so viele unserer jüdischen Brüder, die leider auch daran glaubten.

Wenn Menschen bereit sind, ihr Leben und ihre Seele für eine Sache hinzugeben, dann ist das eine sehr mächtige Kraft. Wir können jetzt zurück schauen, mehr als 70 Jahre später, und versuchen herauszufinden, was die Ursache für den schliesslichen Sturz dieser Bewegung war. Man kann vorschlagen, sie scheiterte wegen eines Mangels an „lischma“. Wir wissen, alle Anführer hatten sich mit der Zeit Konti in der Schweiz eingerichtet und die Korruption und Bestechung nahm überhand. Wir sehen klar, das „lischma“ war schon lange vergessen. Und sobald sie das „lischma“ vergessen hatten, dann war auch die Kraft hinter ihrer Macht verloren.

Das sagte Haschem zu Bil’am: Als Balak kam und sagte, "Verfluche die Juden" ohne ihm Geld und Ehre anzubieten, war Bil’ams Grund zu gehen, nur weil er die Jehudim hasste. "Wir müssen die Juden verfluchen! Man muss sie ausrotten." Dies ist eine Philosophie. Es ist der ZWECK. Wenn dem so ist: "Pass auf! Du darfst nicht gehen." Haschem weiss, dass ein ehrlicher ZWECK eine mächtige und tödliche Kraft ist.

Als Balak aber sagte, "Ich werde dir Ehre und Geld geben“, sagte Haschem zu Bil’am: Wenn dies zu deinen Gunsten ist, wenn du es für das Geld machst, dann gehe. Dann ist dies eine ganz andere Geschichte. Wenn du dich um des Geldes und der Ehre willen beteiligst und nicht „lischma“ dann wirst du bei weitem nicht so viel bewirken können.



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