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Raw Frand zu Parschat Korach 5764

Die Gabe des gesunden Menschenverstandes

"Korach, der Sohn von Jizhar, Sohn des Kehat, des Sohnes von Levi, sonderte sich ab, zusammen mit Datan und Aviram, den Söhnen von Eliav und On, dem Sohn von Peles, Nachkommen von Reuven" [Bamidbar 16:1]. Bei vielen Gelegenheiten haben wir die Ausführungen des Midrasch zu Parschat Korach besprochen, welche das Wesen von zwei Ehefrauen beleuchten - der Frau von Korach und der Frau von On ben Peles [Sanhedrin 109b]. Obwohl On ben Peles im ersten Passuk der Parscha deutlich als Mitstreiter in Korachs Aufstand erwähnt wird, wurde er nicht getötet. Korach starb. Datan und Aviram starben. Unsere Weisen lehren uns, dass On ben Peles von seiner Frau gerettet wurde.

Gemäss dem Talmud wurde Korach von seiner Frau aufgehetzt. Sie ermutigte ihn, sich gegen Mosche und seine "Vetternwirtschaft" aufzulehnen. Demgegenüber riet die Frau von On ben Peles ihrem Mann, sich aus dem Streit herauszuhalten: "Höre, On, was hast du davon? Die Sache kann enden, wie sie will, du wirst immer ein "kleines Rädchen" bleiben. Entweder wird Mosche als Führer bestätigt oder Korach wird die Führung übernehmen. In beiden Fällen wirst du nur die zweite Geige spielen. Für dich gibt es in dieser Auseinandersetzung nichts zu gewinnen!"

Der Talmud erwähnt den Vers "Chochmat Naschim banta bejta" ("Die Weisheit einer Frau kann ihr Haus aufbauen") [Mischlej/Sprüche 14:1]. Die Gemara erklärt, dass sich diese Anmerkung auf On ben Peles' Frau bezieht. Sie zeigte ihre grosse Weisheit dadurch, dass sie ihren Mann überzeugte, dass für ihn bei diesem Streit nichts zu holen sei. Schlomo spielt im erwähnten Vers auf diese Weisheit an.

Die Frage stellt sich jedoch, worin sich diese grosse Weisheit genau zeigte? Es braucht nicht viel Logik, um festzustellen, dass ihr Mann in keinem Fall an die Spitze kommen würde. Wo versteckt sich die Genialität? Sie unterbreitete ihrem Mann nur die unverblümte Wahrheit.

Rav Chajim Schmulewitz wirft diese Frage auf und erklärt dazu, dass die meisten Menschen ihren klaren Kopf und ihren gesunden Menschenverstand verlieren, wenn sie in einen Streit (Machloket) verwickelt sind. Die Anziehungskraft einer Machloket, ob man nun Partei ergreift oder sich einmischt und mittendrin landet, ist gewaltig. Es gibt eine unwiderstehliche Neigung und den bösen Trieb, der den Menschen dazu bringt, seinen gesunden Menschenverstand über Bord zu werfen und sich in die unübersichtlichen Wirren einer Machloket zu begeben. Es erfordert Genialität, um dieser Neigung zu widerstehen und stattdessen eine einfache und bodenständige Sichtweise beizubehalten. Es erfordert grosse Weisheit, um in spannungsgeladenen Augenblicken seinen gesunden Menschenverstand zu behalten.

So lehrt die Gemara: "Die Weisheit einer Frau kann ihr Haus retten." Wenn andere sich hineinziehen lassen und ihren Kopf verlieren, erfordert es starke Entschlossenheit, dem Ehemann die simple Wahrheit vor Augen zu führen.

Leute streiten unaufhörlich. Sie mischen sich in fremde Händel. Sie erhitzen sich für politische Fragen. Meistens handelt es sich bei diesen Leuten gar nicht um die Betroffenen. Trotzdem, die Devise heisst: "Auf ins Getümmel". Eine der Uebertretungen, für die wir am Jom Kippur um Vergebung bitten, ist: "Wir mischten uns in Streitereien, die uns nichts angingen". Das ist die Natur der Menschen.

Die Frau von On ben Peles behielt ihren kühlen Kopf trotz der Anziehungskraft von Machloket. Dies ist die grosse Gabe, welche Schlomo mit den Worten "Chochmat naschim banta bejta" lobt.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Chajim Schmulewitz (1902 – 1978): Autor des Buches “Schaj Le'Torah “; Rosch Jeschiwa Mir; Litauen; Kobe; Jerusalem.



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