Tischri
/Paraschat Ha'asinu - Asseret Jemei Teschuva

Raw Frand zu Parschat Bechukotai 5772 (Beitrag 2)

G'tt verspricht, dass er uns nie verabscheuen wird

G'ttes Versprechen zu Beginn von Paraschat Bechukotaj [26:11] "Ich werde meine Wohnung mitten unter euch errichten und meine Seele wird euch niemals verabscheuen" ("welo sig’al Nafschi etchem") ist sehr erstaunlich. Zuerst verspricht G'tt den utopischen Zustand, dass Er in unserer Mitte weilen wird, die höchste Stufe, die Menschen auf dieser Welt überhaupt erreichen können; und dann fügt er noch "Ich werde euch nie verabscheuen" hinzu. Was soll dieser Segen?

Stellen Sie sich eine Glückwunschkarte voll mit guten Wünschen und Zeichen der Wertschätzung für den Empfänger vor und zum Schluss folgt dann: " ... und überdies werde ich mich auch nicht vor dir ekeln!" "Lo sig’al Nafschi" ist ein sehr starker Ausdruck, der vollkommene Abscheu ausdrückt! Was bedeutet dieser Vers?

Der Schemen HaTov macht eine sehr wahre Aussage. Wir alle kennen verheiratete Menschen, die lange Jahre zusammenlebten bis die Ehe eines Tages bitter wurde. Die Ehe wendete sich zum Schlechten und eines Tages lässt sich das Paar scheiden. Zur Zeit der Scheidung ist es leider meistens soweit, dass diese beiden sich bereits HASSEN. Sie verabscheuen sich gegenseitig. Es gibt kaum einen so tiefen Hass als zwischen zwei Menschen, die Mann und Frau waren, die sich vormals gegenseitig innig zugetan waren und sich dann aus irgendeinem Grund trennten. Manchmal nimmt dieser Hass wahrlich furchterregende Züge an, gerade wegen der früheren Innigkeit. Die Leere, die aus dieser verflossenen Liebe entsteht, wird manchmal von übelstem Hass und Abscheu erfüllt.

G'tt gibt dem jüdischen Volk einen grossartigen Segen. "Ich werde mit euch leben. Ich werde mein Heiligtum in eurer Mitte erstellen …" G'tt wusste jedoch auch, dass sich das jüdische Volk eines Tages auf eine Art benehmen würde, die Er verabscheut. G'tt wusste, dass das jüdische Volk eines Tages so tief sinken würde, dass er sie buchstäblich "aus dem Haus werfen" muss. Eines Tages würden sich G'tt und das jüdische Volk trennen, wenn nicht sogar, G'tt behüte, scheiden.

G'tt verspricht uns hier – obwohl unsere kraftvolle Liebe und Innigkeit Schatten der Vergangenheit geworden sind: "Ich will euch nie verabscheuen". Mögen wir auch üble Taten begehen, mögen wir auch aus "G'ttes Umgebung" vertrieben werden, Er wird von uns nie angeekelt. Er wird uns nie hassen – trotz allem. Der grosse Segen ist "welo sig’al Nafschi etchem" – "Ich werde euch nie verabscheuen" – so schlecht die Dinge auch stehen.


Quellen und Persönlichkeiten:
Schemen HaTov: Rabbi Dov Weinberger. Zeitgenössischer Autor; Rabbiner in Brooklyn, New York.



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