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Raw Frand zu Parschat Wajechi 5765

Der Segen für das Übertreffen des eigenen Potenzials

In der Parscha dieser Woche segnet Ja’akov Josefs Kinder mit den Worten: „Mit dir wird Israel seine Kinder segnen und also sprechen: „Lasse G’tt euch werden wie Efraim und wie Menasche““ (für Mädchen spricht man „… wie Sara, Rifka, Rachel und Lea“). Juden deutscher Abstammung – und auch andere – segnen die Kinder jeden Freitagabend mit diesem Segen. Sogar Gemeinden, die nicht den Brauch haben, die Kinder jeden Schabat zu segnen, verwenden diesen Segenspruch, wenn sie ihre Kinder beim Eingang des Jom Kipurs segnen.

Es gab viele Erklärungsversuche, um Antwort auf die Frage zu geben, wieso gerade Efraim und Menasche von allen berühmten Persönlichkeiten der jüdischen Geschichte erwählt wurden als Vorbilder für jüdische Knaben zu dienen. Wieso nicht Avraham, Jizchak und Ja’akov? Wieso nicht Mosche und Aron?

Rav Ja’akov Weinberg szl. sagte einmal, dass alle Eltern den Wunsch verspüren, miterleben zu dürfen, dass ihre Kinder im Leben ihr volles Potenzial erreichen. Efraim und Menasche taten jedoch noch etwas Besseres. Sie übertrafen ihr Potenzial. Sie erreichten eine höhere Stufe, als diejenige, von der ihr Vater überhaupt träumen konnte. Sie erwarben sich eine Stellung gleich den zwölf Kindern von Ja’akov.

Ein Teil von Ja’akovs Segen für diese Enkelkinder bestand darin, dass diese Josef ersetzen und eine Stellung erreichen sollen, die – bezüglich der Aufteilung auf die verschiedenen Stämme Israels – gleichwertig war, wie diejenige der übrigen Söhne Ja’akovs. Dies hatte seine Auswirkungen auf die Lagerstätten in der Wüste, die Beteiligung an der Mission der Kundschafter, die Aufteilung des Landes Israel und viele weitere Angelegenheiten. All dies nur, weil Ja’akov Menasche und Efraim eine Stellung gleich den eigenen Söhnen zusprach.

Rav Ja’akov Weinberg lehrte, dass der Segen „Lasse G’tt euch werden wie Efraim und wie Menasche“ bedeutet: „Möget ihr euer Potenzial in solchem Masse übertreffen, wie ihr es euch nicht einmal in euren kühnsten Träumen vorgestellt habt.“

Leider leben die meisten von uns nicht so, dass wir die Erwartungen übertreffen; nein, wir erfüllen sie nicht einmal. Kürzlich sah ich im Sohar einen erschreckenden Gedanken. Der Sohar lehrt, dass die Seele eines Menschen kurz vor seinem Tod einen fürchterlichen Schrei von sich gibt, der (geistig) von einem Ende der Welt bis zum anderen „gehört“ werden kann. Weswegen schreit die Seele? In diesem Augenblick zeigt G’tt der Seele das Bild von der Stellung, die sie bei ihrem Aufenthalt auf Erden hätte erreichen sollen. Die Seele erschaudert, wenn der Unterschied zwischen der Stufe, die sie hätte erreichen können und derjenigen, die sie wirklich erreicht hat, sichtbar wird. Die Seele gibt einen Schrei von sich, den man im ganzen Universum vernimmt: „Weh mir. Ich schaffte es nicht einmal annähernd!“

Efraim und Mensche mussten keinen Schrei von sich geben, als sie diese Welt verliessen. Sie erreichten nicht nur die für sie vorgesehene Stufe, sondern sie wurden Teil der g’ttlichen Stämme („Schivtej Kah“). Der höchste Segen, den ein Vater seinen Kindern geben kann, ist, dass sie ihr ganzes Potenzial im Leben übertreffen.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Ja’akov Weinberg (1923 – 1999): Rosch Jeschiva der Jeschiva Ner Israel in Baltimore, USA.
Sohar: Hauptwerk der jüdischen Mystiklehre.



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