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Raw Frand zu Parschat Wajeschew 5769

Eine rätselhafte Verbindung des Rokeach zwischen Wajeschew und Tehillim 92

Der Rokeach macht in seinem Kommentar auf Chumasch die rätselhafte Bemerkung, dass es in Parschat Wajeschew 112 Pesukim hat und 112 Worte in Kapitel 92 von Tehillim, Mismor Schir leJom haSchabbat (Ein Liedespsalm für den Schabbat - Tag). Der Rokeach führt nicht weiter aus, was die verborgene Bedeutung sein könnte, die durch diesen „Zufall“ angedeutet wird. Es ist klar, dass er versucht uns auf eine tiefsinnige Verbindung zwischen unserer Parscha und dem Psalm Mismor Schir leJom haSchabbat hinzuweisen, doch er überlässt es uns, herauszufinden, was diese Verbindung sein könnte.

Raw Matisjahu Salomon schlägt eine sehr ausführliche Erklärung dieses Rokeach vor. Die Grundidee ist die folgende:

Das Buch Bereschit ist der Bauplan der jüdischen Geschichte. Es beinhaltet viele Schichten von Einblicken, alle unter der Rubrik "Ma'ase Awot Siman leBanim" – die Taten der „Väter“ deuten an, was mit den „Kindern“ geschehen wird. Im Rahmen dieses Prinzips repräsentiert Parschat Wajeschew das Kapitel der Himmlischen Führung (Haschgacha Pratit). Es stellt uns das klassische, historische Beispiel vor, wie der Allmächtige Geschehnisse und Menschen, Taten und Regierungen führt, um Seinen Plan auszuführen.

Wenn man Parschat Wajeschew betrachtet – bereits zu Beginn der Parscha – stutzt man ob der grundlegenden Fehler von verschiedenen Personen, über welche dort berichtet wird. Natürlich ist für uns selbstverständlich, dass Ja’akow Awinu– einer der geistigen Stützen des Universums - gänzlich rechtschaffen war. Ebenso, war jeder einzelne von Ja’akows Söhnen ein Zadik (heiliger Mensch) und geistiger Riese, auch wenn ein oberflächliches Lesen der Parscha uns zu einem anderen Schluss bringen könnte. Und trotz allem scheinen alle diese grossen und heiligen Menschen gemäss der Schilderungen in dieser Parscha einige sehr wesentliche Fehler gemacht zu haben.

Wer das Glück hat, mehrere Kinder aufgezogen zu haben, ist sich bewusst, dass die erste Regel der Kindererziehung ist, kein Kind zu bevorzugen. Man muss nicht Schlomo haMelech (König Salomon) sein, um dieses Prinzip zu kennen. Wie konnte Ja’akow einen derartigen Fehler machen, Josef das Ketonet Passim (bestickter Oberrock) zu geben? Wie konnten andererseits die Brüder sich gegeneinander derart falsch verhalten, was ihre Einstellung, ihre Verdächtigungen und die Behandlung ihrer Geschwister betraf? Wenn Ja’akow sich des Hasses der Brüder gegenüber Josef bewusst war, weshalb schickte er Josef ohne Begleitung, um sie zu finden? Weshalb wurden alle diese Fehler begangen?

In der Parscha stehen drei Worte, die beinahe einer Offenbarung über die Ereignisse durch die Torah nahe kommen. Der Pasuk schreibt "Wajischlachejhu meEemek Chewron" (Und er sandte ihn vom Tal Chewron) [Bereschit 37:14]. Raschi zitiert Chasal und wundert sich über den Ausdruck "Tal" Chewron. Schliesslich, so macht uns Raschi aufmerksam, ist Chewron eine Bergregion. Weshalb würde die Torah das Wort "Tal" für einen Berg benutzen? Chasal antworten, dass Ja’akow seinen Sohn Josef sandte, nach "dem tiefgründigen Ratschluss des Gerechten (Awraham), der in Chewron begraben ist."

In anderen Worten, "das Tal von Chewron" hat nichts mit Geländekunde zu tun. "Emek Chewron" ist ein Code für uns. Diese Tat – zusammen mit den anderen “Fehlern”, die von den Hauptdarstellern in diesem Drama begangen wurden – sind alle Teil des Szenario: "Deine Kinder werden Fremde sein in einem Land, das nicht ihnen gehört..." [Bereschit 15:13], welches Awraham beim Brit Bejn Habesarim (Bund zwischen den Stücken) vorausgesagt wurde.

Es bestand eine himmlische Notwendigkeit, dass Ja’akow Awinu und seine ganze Familie in Ägypten landen und dort hunderte von Jahren versklavt bleiben sollten. Wie würde dies geschehen? Die Antwort liegt in Parschat Wajeschew. Alle seltsamen Dinge, die in dieser Parscha geschehen, sind nur, um den „Ratschlag“ des rechtschaffenen Mannes zu erfüllen, der in Chewron begraben ist.

Ja’akow, Josef und die Brüder machten diese Beschlüsse, die uns so falsch erscheinen nicht selbst. Sie waren nur Marionetten auf der Bühne der himmlisch geführten Geschichte, um es einem Szenario zu ermöglichen, zu geschehen. Alle Geschehnisse dieser Parscha sind die Taten des "Puppenspielers" (Haschem).

Dieselbe himmlische Führung wird einige Jahre später in der königlichen Intrige sichtbar, die sich in Pharaos Palast abspielt. Weshalb fiel die Fliege in den königlichen Becher? Weshalb waren der Bäcker und der Mundschenk zusammen mit Josef eingesperrt? All diese kleinen Ereignisse waren Teil des grossen Plans des Allmächtigen.

Es existieren andere Beispiele in der jüdischen Geschichte, wo „Fehler” gemacht wurden, weil der Himmlische Wille Seinen Plan ausführen wollte. Ein berühmtes Beispiel ist: Rabbi Jochanan ben Sakkaj erhielt die Gelegenheit, sich drei Dinge vom römischen General Aspasjanus (Vespasian) zu wünschen, der Jerusalem belagerte. Er bat darum, dass Jawne und seine Weisen, sowie die Familie von Rabban Gamliel verschont werden sollten, und dass ein Arzt aufgeboten werde, um Raw Zadok zu heilen. [Gittin 56b]

Was war mit Rabbi Jochanan ben Sakkaj geschehen? Weshalb verpasste er diese goldene Gelegenheit, und bat nicht darum, dass die römische Armee das Land verlassen solle? Er hätte darum bitten sollen, dass das Bejt HaMikdasch verschont werde! Rabbi Josef (andere sagen Rabbi Akiwa) wenden hier den Pasuk an: "Haschem macht weise Männer zurückgeblieben und macht ihr Wissen töricht" [Jeschaja 44:25].

In dieser Situation, liess Haschem es nicht zu, dass Rabbi Jochanan ben Sakkaj die richtige Entscheidung fällte. Haschem wollte, dass der Tempel zerstört werde!

Parschat Wajeschew lehrt uns, dass Haschem die Welt führt. Alle “Fehltritte”, die “politischen Schachzüge” und die “militärischen Strategien”, die wir als Urheber von historischen Dramen sehen, sind nicht die wirklichen Ursachen der Ereignisse. Der ultimative bestimmende Faktor der Geschichte ist Haschems Plan. Dies ist die Lektion aus Parschat Wajeschew.

Angesichts dieser Lektion, können wir nun die Verbindung des Rokeach verstehen zwischen unserer Parscha und dem Psalm Mismor Schir leJom haSchabbat.

Chasal sagen, dass Haschem die Erschaffung der Welt beendete und Adam in den Garten Eden brachte. Er zeigte Adam alle zukünftigen Generationen und ihre Häupter. Adam wurden die nächsten 6000 Jahre Geschichte gezeigt. Adams Antwort war "Wie gross sind Deine Taten, Haschem, äusserst tiefgründig Deine Gedanken" [von Tehillim Kapitel 92, Mismor Schir leJom haSchabbat, Vers 6].

Adam beeindruckten zwei Dinge – die Schöpfung (wie gross sind Deine Taten) und die Geschichte (wie tiefgründig sind Deine Gedanken). Da ihm das Wissen gegeben wurde, wie jedes Ereignis zum nächsten führt und wie alles enden würde, konnte Adam die Tiefgründigkeit von Haschems Plan schätzen. Niemand anders kann dies so schätzen, da wir dauernd in der „Mitte der Szene“ sind. Es erscheint uns unerklärlich, gleich wie die Ereignisse in Parschat Wajeschew.

Dies ist die Verbindung zwischen dieser Parscha und dem Kapitel in Tehillim – wie tief sind Deine Gedanken, Haschem. „Isch ba'ar lo jedah“ - vernunftlose Menschen werden dies nicht verstehen, „uKesil lo jawin et sot“ - der Narr wird es nicht einsehen [oben erwähntes Kapitel 92, Vers 7].



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