Tischri
/Paraschat Ha'asinu - Asseret Jemei Teschuva

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Raw Frand zu Parschat Wajischlach 5764 (Beitrag 1)

Die Geschichte zweier Weltanschauungen

In diesem Wochenabschnitt lesen wir von der Wiedervereinigung Ejsav‘s mit Ja’akov nach vielen Jahren der Trennung. Ejsav reagierte auf die grosszügigen Geschenke, die Ja’akov ihm gesendet hatte mit: „Ich habe viel. Mein Bruder behalte, was dir gehört.“[Berejschit 33:9] Ja’akov jedoch antwortete Ejsav folgendermassen: „Bitte nehme mein Geschenk an, das ich dir gegeben habe, denn G’tt war mir gnädig und ich habe alles.“[33:11]

Der Chofez Chajim erklärte, dass dieser kurze Wortwechsel die zwei Welten von Ejsav und Ja’akov widerspiegelt. Eine Person, die sagt „Ich habe viel“ ist eine unglückliche Person. Es gibt auf der Welt so viel, das man besitzen könnte, dass niemand je alles haben wird. Unsere Weisen sagen „Jeder Mensch scheidet von dieser Welt ohne auch nur die Hälfte seiner Wünsche erworben zu haben“ [Midrasch Rabba Kohelet]. Deshalb kann niemand glücklich sein, der sein Sinnen auf das lenkt, was ihm fehlt.

Nur eine Person, die sagt „Ich habe alles, was ich brauche“, wird glücklich sein. Sie weiss, dass sie nicht all die materiellen Güter dieser Welt besitzen kann. Die Lösung ist, zu wissen, dass sie alles hat, was sie braucht. Wenn sie wirklich glaubt, alles zu haben, was sie benötigt, dann hat sie auch wirklich alles.

Im Zusammenhang mit diesem Gedanken erklärte Rav Eljahu Lopian folgenden Vers am Schluss von Birkat Hamason (Dankesgebet nach dem Essen, Benschen): Der Vers lautet, „Dorschej Haschem lo jachseru kol tov“ („Jene, welche auf Haschem vertrauen, werden nichts

entbehren“) Der Vers sagt nicht, dass diejenigen, welche auf Haschem vertrauen ALLES bekommen, sondern dass sie nichts ENTBEHREN müssen. Das ist der grösste Segen, den eine Person empfangen kann. Wenn eine Person fühlt, dass sie alles hat, was sie braucht, wird sie glücklich sein. Wenn sie jedoch nur fühlt, dass sie „viel“ hat, wird sie ihren Besitztum zu vergrößern suchen.

Rav Lopian gab das folgende Beispiel: Jemand nahm einen Besucher ins Badezimmer und öffnete die Hausapotheke. Die Hausapotheke war gefüllt mit rezeptpflichtigen Arzneimitteln. Er brüstete sich stolz mit deren Wert. „Schau, ich besitze Medikamente im Werte von Tausenden von Dollars.“ Die andere Person betrachtete ungläubig ihren Gastgeber und dachte sich: „Grossartig. Alles was ich in meiner Hausapotheke liegen habe, ist Aspirin.“

Wer ist wohl glücklicher in diesem Beispiel ­ der Mensch, welcher Tausende von Dollars in Arzneimittel gesteckt hat, oder derjenige, welcher all diese Mittel gar nicht braucht? Das ist der Unterschied zwischen „Ich habe viel“ und „Ich habe alles“.


Quellen und Persönlichkeiten:
Chofez Chajim: (1838-1933): Rav Jisrael Me’ir HaKohen von Radin. Autor grundlegender Werke zu jüdischem Recht und jüdischen Werten (Halachah, Haschkafah und Mussar).
Rav Eljahu Lopian (1876 ­ 1976): Maschgiach (geistiger Leiter) von Jeschiwot in Chelm (Polen), London und Kefar Chassidim (Israel).



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