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Beiträge zu Paraschat Bereschit

Die Vorfahren unseres Moschiachs werfen Licht auf seine umfassende Aufgabe

Die Vorfahren unseres Moschiachs werfen Licht  auf seine umfassende Aufgabe

Raw  Frand zu Shawuot 5766

 

Ich sah den folgenden Gedanken zum Buch Ruth von Rav Josef Dov HaLevi Solowiejczyk. 

Ruth war die Urgrossmutter von David HaMelech (König David). Wenn wir von bescheidenen Anfängen sprechen, so könnte es wohl keinen bescheideneren Anfang für die jüdische Monarchie geben, als eine Abstammung von Ruth der Moabiterin. Das jüdische Volk verachtete die Moabiter so sehr, dass sie männlichen Konvertiten aus Moav verbaten, sich mit der „Gemeinde von Haschem“ zu verbinden. Und trotzdem: David HaMelechs Abstammung wird auf die Tochter eines moabitischen Königs zurückgeführt.

Offensichtlich, sagte Rav Solowiejczyk, steuerte Ruth für Klal Israel etwas bei, einen Bestandteil, der notwendig war, um letztendlich Moschiach (Messias) hervorzubringen. Es ist nicht zufällig, dass Moschiach von Ruth abstammen wird. Ruth bewies aussergewöhnlichen Mut, Hingabe und Treue. Sie war eine Frau, die wirklich eine Prinzessin war. Als sie durch den Tod von Naomis Sohn Witwe wurde, war sie völlig mittellos. Jetzt musste sie sich entscheiden: „Gehe ich zum Palast zurück oder gehe ich in ein fremdes Land, in dem meine Aussichten auf eine Wiederverheiratung nahezu chancenlos sind?“

Trotz allem: Ihre Hingabe zu ihrer Schwiegermutter, ihre Weitsicht und ihre Stärke („Gevurah“), befähigten sie, eine überaus heldenhafte und mutige Entscheidung zu treffen. Sie kehrte mit ihrer betagten Schwiegermutter zum Land Israel und zum Klal Israel zurück. Die Eigenschaften von Mut und Heldentum, die Ruth besass, sind Eigenschaften, die für die Persönlichkeit von Moschiach unabdingbar sind.

Moschiach stammt auch noch von zwei weiteren Frauen ab. Die Erstere war die Tochter Lots. Nach der Flucht aus dem zerstörten Sodom dachte sie, dass sie, ihre Schwester und ihr Vater die einzigen drei Überlebenden auf der Erde seien und tat darum etwas, das verabscheuungswürdig war. Sie ging mit ihrem eigenen Vater eine Beziehung ein. Die Motivation hinter dieser Handlung war der Wunsch, die Welt zu retten. Sie tat, was sie tat, weil sie dachte, dass die Welt sonst zugrunde gehen würde. Sie fühlte, dass sie handeln musste, um die Menschheit zu retten. Diese Eigenschaft der Selbstaufopferung, mit dem Hintergedanken die Welt zu retten, ist sehr edel. Auch dies ist ein sehr wichtiger Persönlichkeitszug für Moschiach, der ein unstillbares Begehren haben muss, die Menschheit zu retten.

Die dritte Frau, von der Moschiach abstammt, ist Tamar, die Schwiegertochter von Jehuda. Ihre zwei ersten Ehemänner starben. Sie wurde zu einer Stellung von „wer weiss, was mit mir sein wird“ deklassiert. Sie wartete geduldig, bis sie fähig war, mit Jehuda ein Kind zu haben. Auch sie deutet auf eine wünschenswerte Charaktereigenschaft von Moschiach hin: die Eigenschaft der Geduld.

Es ist kein Zufall, dass das geistige Genreservoir, das Moschiach hervorbringen wird, auch Gene von Nachkommen der Völker der Welt enthalten wird. Moschiachs Aufgabe wird es nicht nur sein, die Juden dorthin zurückzubringen, wo sie sein sollten, sondern auch die ganze Welt zurückzubringen – Juden und Nichtjuden gleichermassen – so dass alle anerkennen werden, dass G’tt Einzig ist und dass Sein Name Einzig ist.

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