Raw Frand zu Parschat Chukat 5766 (Beitrag 4)

Aron’s Methode Menschen zu Ba’alej Tschuva zu machen: Freundlichkeit anstelle von Steinen

Der Avot D’Rav Nasson nimmt dieses Thema auch auf. Als Aron verschied, berichtet uns der Passuk, trauerte das ganze Haus Israel (d. h. die Männer und Frauen). Als jedoch Mosche starb, steht im Vers, dass die Kinder Israel’s (d.h. nur die Männer) trauerten.

Die Beziehung zwischen Klal Israel und Mosche Rabbejnu war nicht die gleiche wie zwischen Aron und dem Klal Israel. Mosche’s Aufgabe war, zurechtzuweisen; er musste unnachgiebig richten.

Aron andererseits verteilte keine Tadel. Er war ein Friedensstifter und wurde von allen geliebt. Aron grüsste selbst schlechte Menschen mit einem Lächeln. Er spuckte nicht aus, noch warf er Steine. Er sagte „Guten Morgen“. Die Reaktion der Übeltäter war oft: „Wie soll ich weiter sündigen - Aron wird traurig sein?“ Der Midrasch bezeugt, dass er auf diese Weise „viele Leute zur Rückkehr brachte“. Er veranlasste sie zu bereuen, nicht mittels Empörung oder Abneigung, sondern mit Schalom (Frieden).

Herr Harry Wolpert, eine langjährige Stütze von Torahinstitutionen in Baltimore, war ein Schüler von Rabbi Baruch Ber Levovitz, dem Kaminetzer Rosch Jeschiva. Als Herr Wolpert Anfang 1900 nach Baltimore gelangte, musste er sich immer wieder mit dem Nissajon (Herausforderung) von Chillul Schabbat (Schabbat-Entweihung) auseinandersetzen. Heute müssen wir uns den alltäglichen Herausforderungen jener Zeit nicht mehr stellen: „Wenn Sie am Samstag nicht kommen, dann können Sie sich die Mühe sparen, am nächsten Montag zu erscheinen.“

Herr Wolpert erzählte, dass er viele Male dieser Versuchung widerstehen musste, zumal er für seine Frau und Kinder zu sorgen hatte. Das Bild seines Rebben, Reb Baruch Ber, liess ihn standhalten. Reb Baruch Ber war bekannt als Rebbe, der seine Schüler liebte. Jeder seiner Schüler war ihm teuer. Diese offen gezeigte Hingabe zum Schüler bewahrte Herr Wolpert vor dem Schicksal, ein Mechalel Schabbat (Schabbat-Entweiher) zu werden.


Quellen und Persönlichkeiten:
Avot der Rav Nasson: Erklärung zu den Pirke Avot (Sprüche der Väter) aus der Mischna-Zeit.



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