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Raw Frand zu Parschat Bechukotai 5768

Mit wenig satt sein: Der grösste aller Segen

Eine der Brachot (Segen), die in Parschat Bechukotai erwähnt wird, ist "Ihr werdet euer Brot essen zur Sättigung [Wajikra 26:5]." Raschi erklärt, "Man isst nur wenig und es wird gesegnet im Innern." Mit anderen Worten: Diese Bracha ist grösser als wir uns vorstellen können. Vielleicht ist es sogar die ultimative Bracha.

Dies ist nicht eine Bracha, dass wir ein Einkommen von einigen Hunderttausend Dollar haben sollen. Dies ist nicht immer eine Bracha. Die ultimative Bracha ist, satt zu sein, mit dem was uns gegeben wird – wie wenig dies auch sei. Wenn ein Mensch mit dem, was er hat, zufrieden ist, dann wird er mit seinem Leben zufrieden sein.

Der Seforno schreibt über diese Idee in Parschat Behar. Das folgende steht über das Schmitta-Jahr (in welchem es verboten ist, zu pflanzen oder den Ertrag des eigenen Feldes zu ernten): "Und wenn du sagen wirst, was werden wir essen im siebten Jahr? ... Und ich werde euch meinen Segen im sechsten Jahr bestellen, es wird den Ertrag für die drei Jahre schaffen" [Wajikra 25:20-21].

Von hier scheint es, als ob wir diese Bracha nur deshalb erhalten, weil wir fragen: "Und wenn du sagen wirst, was sollen wir essen?" Was geschieht, wenn diese Frage nicht gestellt wird? Heisst dies, in einem solchen Fall würde der Ertrag nicht doppelt sein? Genau dies sagt der Seforno: Wenn sie diese Frage nicht stellen, dann ist es nicht nötig, dass es eine Bracha bezüglich der Quantität hat.

Es gibt zwei Arten Brachot. Die eine ist durch Quantität, die andere durch Qualität. Manchmal sehen wir Menschen, die viel weniger Geld verdienen als wir.

Trotzdem scheinen sie glücklich und zufrieden zu sein. Die Frau ist glücklich, die Kinder sind glücklich, jeder scheint zufrieden zu sein. Wir wundern uns, "Wie schaffen es diese Leute? Sie verdienen nur einen Zehntel von meinem Lohn. Wie schaffen sie es?" Die Antwort ist, sie haben die Bracha von "du wirst dein Brot essen und satt sein“ erhalten.

Der Bet Aw benutzt dieses Konzept, um einen Pasuk aus unserem täglichen Gebet zu erklären. In "Aschrej" [Psalmen 145] steht der Pasuk "Öffne Deine Hand und sättige alle Lebewesen, mit dem, was sie wollen." [Psalmen 145:16]. Der Pasuk endet mit dem Wort "Razon" (Willen). Weshalb schliesst der Pasuk nicht mit "mit allem, was sie essen" "Ochel" "mit Brot" "Lechem"? Was meint der Pasuk, indem er sagt, “Haschem sättigt sie mit dem, was sie wollen“?

Der Bet Aw antwortet, dass gerade "Razon" die Bracha ist. Haschem gibt den Lebewesen die Befriedigung, zu wollen, was sie haben. Haschem kann Menschen, die es verdienen, Zufriedenheit geben mit dem, was sie haben. Das Gefühl „Ich habe, was ich will“ ist eine der grösstmöglichen Brachot. Unser Zeugnis von Haschems Fähigkeit, uns mit dem zu versorgen, ist unser grösstes Lob für Ihn.

Raw Meir Simcha von Dwinsk (1843 – 1926) leitet die gleiche Idee von der Begebenheit ab, als die Jehudim Wasser verlangten. In Parschat Chukat beauftragte Haschem Mosche zum Felsen zu sprechen, dass dieser Wasser gebe "für die Gemeinde UND FÜR ihr Vieh" (et ha'Eida WE’ET Be'iram) [Bamidbar 20:8]. Wir wissen, was geschah. Mosche Rabbenu schlug den Felsen "und viel Wasser floss und er gab zu trinken der Gemeinde UND ihrem Vieh." [20:11] (et ha'Eida U'Be'ram). Vor dem Ereignis gibt es eine Pause zwischen der Gemeinde und dem Vieh (mit dem Konjunktiv ET). Nach dem Ereignis fehlt diese Pause.

Raw Meir Simcha erklärt den Unterschied wie folgt: Hätte Mosche zum Felsen gesprochen und damit einen enormen Kiddusch Haschem (Heiligung von Haschems Namen) bewirkt, so hätten sie das Verdienst gehabt, nur wenig Wasser trinken zu müssen. Das Trinkwasser der Menschen und das Trinkwasser der Tiere wären nicht miteinander vergleichbar gewesen. Es wäre eine andere Art Trinken gewesen. Der Durst der Menschen wäre durch ein oder zwei Schlucke Wasser gestillt worden, denn wenn man den Willen von Haschem erfüllt, dann ist man schon mit einer kleinen Menge satt. Dieses Konzept von "gesegnet sein im Innern" existiert nicht für Tiere – sie brauchen immer viel Wasser. Deshalb hatte es im Befehl, Wasser zu bringen einen Unterbruch zwischen dem Trinken der Menschen und dem Trinken der Tiere. Als Mosche es verpasste, Haschems Namen zu heiligen, hatten sie die Chance verwirkt, mit wenig satt zu werden und als Folge davon, war das Trinken von Menschen und Tieren nicht mehr zu unterscheiden.

Zum Abschluss der Gesetze von Schmita und Jowel, schreibt der Rambam (Maimonides): "Nicht nur dem Stamm Levi hat Haschem seinen Lebensunterhalt garantiert, sondern auch jedem anderen Menschen, der entscheidet, sich Haschems Dienste zu widmen. Jeder, der das Joch der “vielen Berechnungen” abwirft, hat sich geweiht, ein Heiliger zu sein und verdient, soviel zu haben, dass es ihm genügt."

Manchmal wundern wir uns, wenn wir junge Ehepaare sehen; der Mann bleibt in der Jeschiwa; sie widmen ihr Leben dem Dienst von Haschem und wir wissen, dass sie finanziell nur knapp über die Runden kommen. Wir sehen dies als einen Widerspruch zum obigen Rambam. Schreibt er nicht, dass Haschem ihnen ihren Lebensunterhalt gewährleisten würde?

Doch der Rambam schreibt, Haschem wird ihnen geben "Dawar haMaspik lo" (was ihm genügen wird). Das heisst nicht unbedingt USD 150'000 pro Jahr. Wenn ein Mensch es verdient, dann kann auch ein sehr kleiner Betrag ihm genügen.



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