Tewet
/Paraschat Wa'era

Warnung

JUser: :_load: Fehler beim Laden des Benutzers mit der ID: 62

Raw Frand zu Parschat Emor 5764 (Beitrag 2)

Der Wunsch des Chofez Chajim wurde erfüllt

Die Parscha dieser Woche enthält die Pesukim: „Und ihr sollt Meinen heiligen Namen nicht entweihen; Ich will unter den Kindern Israels geheiligt werden; Ich bin der Ewige, Der euch heiligt; Der euch aus dem Lande Ägypten geführt hat ...“ [Wajikra 22:32 – 33]. Dies ist das positive biblische Gebot, G’ttes Namen zu heiligen.

Der Sifra (Midrasch zum Buch Vajikra) erläutert den Zusammenhang zwischen dieser Mizvah und der Beschreibung G’ttes als Demjenigen, „Der euch aus dem Lande Ägypten geführt hat“: „Ich habe euch unter der Bedingung aus Ägypten geführt, dass ihr Meinen Namen in aller Oeffentlichkeit heiligt.“ Der ganze Sinn und Zweck des Auszugs aus Ägypten war, dass die Juden zum Sprachrohr werden, mit dem der Name G‘ttes auf dieser Welt geheiligt und erhöht wird.

Wenn wir unter den Juden eine Umfrage machen würden, was sie unter „Kidusch HaSchem“ (der Heiligung des G’ttlichen Namens) verstehen, wird die meistgehörte Antwort „Märtyrertum – Sterben für die Heiligung von G’ttes Namen“ sein. Diese Umschreibung ist richtig. Komme, was wolle: Unter bestimmten Umständen sind wir verpflichtet, zur Verteidigung der g’ttlichen Gesetze unser Leben hinzugeben. Ein Jude muss dazu bereit und willens sein.

„Kidusch HaSchem“ bezieht sich jedoch nicht nur auf den Tod. Er umfasst auch das Leben. Es gibt eine Mizvah, ein Leben zu führen, welches G’ttes Namen heiligt („Leben al Pi Kidusch HaSchem“). Rav Pam legt einen Pasuk aus Tehillim (Psalmen) auf eine Weise aus, die diesen Punkt so beschreibt: „Von Korachs Söhnen ein Psalm, ein Lied dessen Fundament in den heiligen Bergen liegt.“ [Tehillim 87:1]. Der Pasuk spricht über die Grundlagen des jüdischen Volkes, die auf zwei Bergen zu finden sind. Der eine ist der Berg Moriah, der Ort der Bindung von Jizchak. Der andere Berg ist der Berg Sinai, der Ort, an dem die Torah übergeben worden ist. Der Berg Moriah symbolisiert, so sagt Rav Pam, die Verpflichtung des Juden für die Heiligung des g’ttlichen Namens zu sterben. Der Berg Sinai hingegen ist der Ort, der die Pflicht des Juden symbolisiert, ein Leben zu führen, das G’ttes Namen heiligt.

Rav Pam beschreibt eine Begebenheit aus dem Leben des Chofez Chajim. Ein junger Jeschiwastudent stand im Gebet einmal so nahe beim Chofez Chajim, dass er seine Gebete vernehmen konnte. Er bezeugte, dass der Chofez Chajim den Allmächtigen anflehte und ihn bat, er möge die Gelegenheit erhalten, für die Heiligung des g’ttlichen Namens zu sterben.

Es macht den Anschein, dass die Gebete des Chofez Chajim nicht erhört wurden. Er starb keinen Märtyrertod. Er verschied im Jahre 1933, noch ehe der Holocaust begann. Es macht den Anschein, dass dieser Wunsch dem Chofez Chajim abgeschlagen wurde.

Aber, so sagt Rav Pam: „G’tt erfüllt das Verlangen derer, die Ihn fürchten“ [Tehillim 145:19]. Der Chofez Chajim wollte die Mizvah dieser Parscha erfüllen: „Ich will unter den Kindern Israels geheiligt werden.“ Dieser Wunsch wurde erfüllt. Er starb nicht für Kidusch HaSchem. Er führte sein ganzes Leben lang ein Leben von Kidusch HaSchem. Ein Leben mit Kidusch HaSchem zu führen ist viel schwieriger als für Kidusch HaSchem zu sterben. Märtyrertum ist eine sehr schwere Prüfung. Mögen wir nie etwas damit zu tun haben. Aber dies dauert nur eine Minute und dann ist es vorbei. Ein Leben zu führen, das voll reinstem Kidusch HaSchem ist, und das 90 Jahre lang, ist wohl noch schwieriger. Das Gebet des Chofez Chajim wurde erhört. Er erfüllte die Mizvah, den Namen G’ttes inmitten des jüdischen Volkes zu heiligen.


Quellen und Persönlichkeiten:
Midrasch: Erklärung zur Torah, oft mit Gleichnissen.
Rav Avraham Pam (1913 - 2001): Führender Gelehrter; Rosch Jeschiwa; Brooklyn, New York.
Chofez Chajim: (1838-1933): Rav Jisrael Me’ir HaKohen von Radin. Autor grundlegender Werke zu jüdischem Recht und jüdischen Werten (Halachah, Haschkafah und Mussar).



Rav Frand, Copyright © 2007 by Rav Frand und Project Genesis, Inc und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum.

Weiterverteilung ist erlaubt, aber bitte verweisen Sie korrekt auf die Urheber und das Copyright von Autor, Project Genesis und Verein Lema'an Achai / Jüfo-Zentrum und auf Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, sowie www.torah.org.

PopFeed: The email recipient specified is either empty or invalid. Please check the plugin options.

Drucken E-Mail

  • /parascha/42-emor/115-raw-frand-zu-parschat-emor-5764-beitrag-1.html
  • /parascha/42-emor/62-raw-frand-zu-parschat-emor-5763-beitrag-1.html

Das diesjährige Schabbat-Projekt - von Oberrabbiner Warren Goldstein

WhatsApp Image 2018 11 01 at 16.12.30

Ein nicht beabsichtigtes Schabbat-Verbot

שולחן שבת

Schabbat - Gedenktag der Schöpfung und G-ttes Einflussnahme auf die Geschichte

שבת

Aktuell sind 1041 Gäste und keine Mitglieder online

Jüdisches Leben in Zürich

jewish-zuerich

Jüdisches Leben in Zürich

Koschere Hotels
in der Schweiz

hotelinberge

Koschere Hotels