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Raw Frand zu Parschat Wajechi 5764 (Beitrag 2)

Der Segensspruch über die Torah geht allem voran

Ja’akov segnete Josefs Kinder und sagte ihnen „Mit euch wird Israel seine Kinder segnen und sagen ‚mögen sie werden wie Ephraim und Menasche‘ “ [48:20]. Viele Eltern segnen so ihre Kinder jeden Freitagabend und vor Jom Kipur.

Viele Erklärer deuten darauf hin, dass Ephraim und Menasche völlig verschiedene Lebensweisen hatten. Beide Lebensstile waren nötig, aber sie unterschieden sich stark voneinander. Es gibt viele Anhaltspunkte, dass Menasche - verglichen mit Ephraim - eher ein Mann von Welt war. Menasche war der Gehilfe Josefs – des Vizekönigs von Ägypten. Seine Aufgabe bestand darin, dafür zu sorgen, dass die Verwaltung der Regierung reibungslos funktionierte. Man könnte ihn auch als Josefs Generalstabschef bezeichnen. Demgegenüber sass Ephraim da und lernte Torah von seinem Grossvater, Ja’akov. Das ist die klassische Gegenüberstellung des Mannes von Welt, der Diplomatie und der Geschäftswelt auf der einen Seite (Menasche), und der Person, die ihre ganze Zeit und Energie dem Torahstudium widmet (Ephraim), auf der anderen Seite.

Die Wahrheit ist, dass ein Jude das Gleichgewicht zwischen beiden Welten finden muss, um auf dieser Welt erfolgreich zu sein. Ein Mensch muss sich mit Torah und Mizwot beschäftigen und realisieren, dass dies seine Hauptaufgabe auf dieser Welt ist. Gleichzeitig kann es sich nicht jeder leisten, dazusitzen und anzunehmen, dass das Man vom Himmel fallen wird. Ein Mensch muss über die Mittel verfügen, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Ein Mensch muss sich mit der Welt befassen, mit seiner Gemeinschaft und mit seiner Umwelt.

Der Segen, den Ja’akov jedem Juden gab - dass sie in ihren Kinder die Eigenschaften von Ephraim und Menasche sehen sollen - bedeutete, dass jedes Kind die Spannung zwischen den Bedürfnissen der Seele und denjenigen der „Aussenwelt“ bewältigen lernen möge. Unsere Kinder sollen ausgeglichen sein und diese Spannung im Gleichgewicht halten können.

Dieses Konzept ist nur dann vollendet, wenn jeder jüdische Vater seinem Sohn weitergibt, dass die Weltanschauung von Ephraim vor diejenige von Menasche zu stellen ist. Obwohl Menasche der ältere Sohn ist und obwohl Menasche eine notwendige und lebenswichtige Eigenschaft verkörpert, müssen wir unseren Kindern vermitteln, dass Torah und Mizwot Vorrang haben. Jedes Kind sollte dies bei seinen Eltern beobachten können.

Die Gemara [Nedarim 81a] frägt: „Aus welchem Grund haben wir das Land (Israel) verloren?“ Die Gemara antwortet mit der rätselhaften Deutung „weil sie den Segensspruch über die Torah nicht als Erstes sagten.“ Die einfache Erklärung dieser Gemarastelle ist, dass sie keinen Segensspruch über die Torah machten (obwohl sie tatsächlich Torah lernten).

Ich sah einen schönen „Drusch“ (Erklärung), der diese Gemarastelle nicht als Hinweis auf den Segensspruch über die Torah, sondern auf den Segensspruch, den wir unseren Kindern geben, versteht. Wenn wir unsere Kinder segnen, sollten wir vermitteln: „Möge G’tt dich wie Ephraim (repräsentiert Erfolg in der Torah) und wie Menasche (repräsentiert Erfolg in weltlichen Angelegenheiten) machen.“ Sie jedoch segneten ihre Kinder nicht, indem sie der Torah die grössere Wichtigkeit beimassen, sondern sie segneten sie mit grösserer Hingabe zu weltlichen Dingen. Wenn uns nicht klar ist, dass Ephraim Vorrang hat vor Menasche, dass die Torah die Hauptsache in unserem Leben sein muss – dann ist dies der Grund für die Zerstörung des Landes.



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