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Raw Frand zu Parschat Wajechi 5763 (Beitrag 2)

Die Erfüllung durch harte Arbeit

Als Ja'akov seinen Sohn Jissachar segnete, sagte er: "Er sieht, wie schön die Ruhe ist und wie das Land so lieblich ist, und doch neigt er für die Lasten seine Schultern, und macht sich zum Arbeiter." [49:15] Dieser Pasuk (Vers) macht auf den ersten Blick überhaupt keinen Sinn. Warum soll die Tatsache, dass Jissachar "sah, dass Menucha (Ruhe) gut war" ihn dazu bringen "die Schultern für die Last zu neigen"? Im Gegenteil: Wenn Ruhe so schön war, sollte er überhaupt kein Verlangen danach haben, die Schultern zu neigen und ein Arbeiter zu werden! Das wäre das Gleiche, als ob ich sagen würde: "Joe sah, dass Ferien gut sind und begann deshalb 365 Tage im Jahr zu arbeiten."

Was bedeutet dieser Vers? Rav Nissan Alpert meint, dass wir die Bedeutung des Wortes "Menucha" nicht verstehen.

Auf dieser Welt gibt es zwei Arten von 'Menucha'. Eine erste Art von Menucha ist die folgende: Ein Mensch befindet sich in den Ferien, er sitzt unter einer Palme, ein sanfte Brise umgibt ihn. Er nippt an einem Drink und alles ist wunderschön. Dies ist die erste Art von 'Menucha'. Diese 'Menucha' hält vielleicht eine Woche, zwei Wochen oder einen Monat. Nach einiger Zeit spürt man jedoch, dass diese Art 'Menucha' keinerlei geistige Zufriedenheit bietet.

In unserer Gesellschaft gibt es einen Mythos: Arbeite bis 65. Aber nachher: keinesfalls! Was macht man nach dem 65. Geburtstag? Man liest die Zeitung einmal. Man liest die Zeitung zweimal. Man muss sich eine Betätigung suchen. Diese Art von 'Menucha' stellt die Seele nicht zufrieden.

Jissachar erkannte jedoch eine andere Art von 'Menucha'. Jissachar sah die Freude und Zufriedenheit, die von erreichten Zielen herrührt, vom Ausnützen der eigenen Möglichkeiten und vom Bestreben, sein Potenzial zu erreichen. Das ist Erfüllung. Denk‘ darüber nach. Wann haben wir wirklich ein gutes Gefühl? Wir fühlen uns sicherlich dann gut, wenn wir etwas vollbracht haben, das 'etwas bewirkt hat' und etwas Besonderes ist. In diesem Vers bezieht sich 'Menucha' auf diese Art von innerlicher Befriedigung. Der Mensch ist nicht dafür geschaffen, unter Palmen zu sitzen und damit zufrieden zu sei.

Dr. Avraham Twerski machte einmal eine Bemerkung über einen oberflächlichen Werbespot, der die Gedankengänge der Madison Avenue (der New Yorker Einkaufsmeile) enthüllte. Der Werbespot pries "Milch von zufriedenen Kühen" an. Was ist eine "zufriedene Kuh"? Eine "zufriedene Kuh" ist ein Tier, das am Morgen auf die Weide geht, eine Fülle von Gras vorfindet und isst und noch mehr isst. Am Abend kehrt die Kuh wieder in ihren Stall zurück. Das ist eine "zufriedene Kuh". Kühe können zufrieden sein.

Menschen sind nicht dafür geschaffen, zufrieden zu sein. Menschliche Wesen haben Anfechtungen zu bestehen. In einem menschlichen Wesen sollte Unruhe herrschen - die anhaltende Anspannung von "tue ich, was ich tun sollte - schaffe ich es oder schaff' ich es nicht?" Das ist es, was das Wesen des Menschen ausmacht. Der Gedanke, dass der Mensch 'zufrieden' zu sein hat, gehört in das Reich der Märchen.

Die 'Menucha', die für Jissachar so wunderbar war, war die 'Menucha', die vom Gefühl herrührt: "Ich nutze meine Kräfte, um das zu erreichen, was ich erreichen sollte." Jissachars Antwort auf diese 'Menucha' war: "Ich will meine Schultern neigen und das Joch auf mich nehmen" - um noch mehr zu erreichen. Auf diese Weise kommt man zur wahren Zufriedenheit, die man nur dann erreicht, wenn man die riesigen Möglichkeiten ausnützt, die G'tt uns allen geschenkt hat.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Nissan Alpert [Limudej Nissan] (gest. 1986): Rav der Agudah Long Island in Far Rockaway und Lehrer an der Jeschiwah ‚Rabbenu Jitzchak Elchanan‘. New York City.
Rabbi Dr. Avraham Twerski: Rabbiner, Psychiater und Buchautor; Pittsburgh, USA.



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