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Raw Frand zu Parschat Wajechi 5766 (Beitrag 2)

Warum waren Efraim und Menasche so einzigartig?

Die Torah gibt einen anderen wohlbekannten Pasuk aus Ja’akov’s Segen für seine Enkelkinder wieder: „Und er segnete sie an jenem Tage und sprach: „Mit dir wird Israel seine Kinder segnen und sprechen: ‚G’tt lasse dich werden wie Efraim und Menasche.’“ So stellte er Efraim vor Menasche.“ [Bereschit 48:20] Dies ist die Grundlage für den Brauch mancher Gemeinden, dass Eltern ihre Kinder am Freitagabend mit diesen Worten segnen.

Von allen herausragenden Figuren in der jüdischen Geschichte segnen wir unsere Nachkommen mit dem Vorbild von Efraim und Menasche. Über die Jahre hinweg haben wir bereits oft darüber gesprochen, wieso diese zwei Söhne Josef’s ein Beispiel dafür darstellen, was wir uns von unseren Kindern erhoffen.

Dieses Jahr möchte ich zwei zusätzliche Ausführungen zu dieser Frage geben. Die erste vernahm ich von Rav Meir Bergman. Es gibt ein Konzept, welches „Jeridat haDorot“ genannt wird. (Der geistige Niedergang der Generationen, anhebend am Sinai und fortschreitend bis in unsere Zeit.) Jehoschua stand nicht auf der gleichen Stufe wie Mosche Rabbejnu und die Ältesten, welche auf Jehoschua folgten, standen auf einer tieferen Stufe wie Jehoschua. Das Torahwissen ist ständig im Abnehmen begriffen. Je weiter wir uns vom Berg Sinai entfernen, desto weniger dürfen wir von den Führern einer Generation erwarten. Manchmal klagen wir, dass wir die „Gedolim (grosse Führer) der früheren Generationen“ vermissen. Dies ist eine Folge der unvermeidlichen „Jeridat haDorot“.

Wer seinen Kindern den Segen gibt „der Herr möge dich machen gleich Efraim und Menasche“, tut dies, weil Efraim und Menasche eine Ausnahme von dieser Regel bildeten. Sie nahmen mit vollem Recht den Platz ihres Vaters Josef unter den Söhnen Ja’akovs ein, obwohl sie eine Generation nach Josef lebten. Ja’akov setzte ihre Generation auf die gleiche Stufe der Generation seiner eigenen Kinder. Es gab  keine „Jeridat haDorot“, als es um Menasche und Efraim ging.

Die zweite Deutung vornahm ich von Rav Chajim Shapiro szl., dem Autor des Buches „Go My Son“. Rav Chajim Shapiro erzählte mir einmal, dass sie diesen Segen an der Novardoker Jeschiva anders auszulegen pflegten. Die klassische Erklärung, die an dieser Mussar-Jeschiva (eine Jeschiva, an der auf Charakterbildung grossen Wert gelegt wurde) gelehrt wurde, war, dass Efraim und Menasche Vorbilder für hervorragende Charakterzüge („Midot“) darstellten. Menasche, als älterer Bruder, reagierte nicht mit Auflehnung und Neidgefühlen, als er sah, dass sein jüngerer Bruder Vorrang erhielt und damit die Rolle des Erstgeborenen in der Familie zugewiesen bekam.

Wer Kinder hat, hat sicherlich schon unzählige Male die Klage vernommen: „He, ich bin älter. Das ist nicht recht!“ Menasche sagte nicht: „Ich bin älter.“ Er blieb stumm. Als Josef dazwischentrat und versuchte, die Hände seines alten Vaters zu vertauschen, sprang Efraim nicht auf und rief: „He, Seidy (Grossvater) will es so; lass’ ihn gewähren!“ Efraim war bereit, auf das Vorrecht, welches ihm sein Grossvater gewähren wollte, zu verzichten, wenn es das war, was sein Vater bevorzugte. Diese Haltung, sowohl von Menasche als auch von Efraim, zeigt ausserordentliche Grösse. Dies ist ein Vorbild für gute Midot und wie man Auseinandersetzungen zwischen Geschwistern aus dem Weg geht.

Wenn es einen Segen gibt, den Eltern an ihren Kindern erfüllt sehen möchten, ist es der, dass G’tt sie gleich werden lasse wie Efraim und Menasche. Sie sollen glücklich und gelassen bleiben, auch wenn ihre Geschwister erste werden, mehr erhalten oder besser sind. Welcher grössere Segen kann es schon für Eltern geben?



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