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Raw Frand zu Parschat Wajischlach 5764 (Beitrag 2)

Wir leiden immer noch unter Jischmael’s Groll

Ganz am Ende der dieswöchigen Parscha [Berejschit 36:43] steht ein Vers, dem wir normalerweise keine grössere Bedeutung beimessen würden: „Der Anführer von Magdiel und der Anführer von Iram; dies sind die Anführer von Edom nach ihren Wohnorten, im Land ihres Besitztums ­ das ist Ejsav, Vater von Edom.“

Welche Lehre können wir aus diesem Vers ziehen? Wer hörte schon je vom Anführer von Magdiel oder von Iram? Was ist ihre Bedeutung?

Obwohl wir die Bedeutung dieses Abschnittes nicht zu erkennen vermögen, erkannte ihn jemand wie Rav Jizchak Hutner szl sehr wohl.

Im Spätsommer des Jahres 1970, war Rav Hutner auf dem Rückweg von Erez Israel nach New York, als palästinensische Terroristen sein Flugzeug und zwei weitere Flugzeuge in ihre Gewalt brachten. Die Flugzeuge mit den Passagieren an Bord wurden eine Woche lang auf einer erhitzten Landebahn in Jordanien festgehalten, während die PLO mit Israel über die Freilassung von palästinensischen Gefangenen verhandelte, welche in israelischen Gefängnissen sassen.

Als Rav Hutner heil diesem Schicksal entronnen war, sprach er über diese Erfahrung in der Öffentlichkeit. Unter anderem erklärte er den Unterschied zwischen den Nachkommen von Ejsav und den Nachkommen von Jischmael, dem Stammvater der Araber. Rav Hutner sagte, wenn auch beide Völker Juden verfolgt haben und wir unter beiden Völkern schrecklich leiden mussten, gibt es einen Unterschied zwischen diesen beiden Kulturen. Die Nachkommen Ejsav’s wollten uns nie unser Land wegnehmen. Die Torah hält eindeutig fest, dass der Berg Se‘ir den Nachkommen Ejsav’s gegeben wurde [Devarim 2:5]. Ejsav wusste, dass er eigenes Land im Osten des Landes Israel besass. Obwohl Ejsav’s Nachkommen uns mordeten und quälten, wollten sie nie unser Land ­ weil sie ihr eigenes Erbe hatten.

Jischmael wurde jedoch ohne Erbschaft aus Avraham’s Haus hinausgeworfen [Berejschit 25:16]. Dies hatte eine nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung der Geschichte. Jischmael macht uns immer noch den Vorwurf, dass wir sein Land genommen haben.

Magdiel und Iram hatten ihre eigenen Wohnsitze, im Lande ihres eigenen Erbteils. Sie besassen ihr eigenes Land und spähten nicht nach dem unsrigen. Der Vers sagt jedoch über die Kinder von Jischmael: „Dies sind die Söhne Jischmaels und dies sind ihre Namen nach ihren Gehöften (Chazerejhem) und ihren Befestigungen (Tirotam)“ [Berejschit 25:16]. Sie sind Nomaden. Sie wohnen in Zelten und Flüchtlingslagern. Sie können Hunderte und Tausende Quadratkilometer Land im Mittleren Osten in ihren Händen haben, aber sie betrachten es nicht als ihr Land. Sie meinen, dass das kleine Stück Land namens Palästina „ihr“ Land sei und sie wollen es ununterbrochen „zurück“.

Das ganze Problem liegt in diesem Sachverhalt. Ejsav erhielt sein Erbe ­ den Berg Seir. G’tt befahl jedoch, Jischmael solle ohne ein Erbe aus dem Haus geschickt werden und veranlasste somit, dass das ganze Erbe nur auf Jizchak, seinen jüngeren Bruder überging. Jischmael hat dies nie überwunden. Er wird dies leider bis zum Ende der Tage nie „verdauen“. Er wird immer versuchen, das Land, welches nach seiner Logik ihm und nicht Jizchak gehört, zurückzubekommen. Unglücklicherweise leiden wir bis zum heutigen Tag unter seinem Groll.


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Jizchak Hutner (1907 - 1980): Rosch Jeschiwah der Jeschiwah Mesifta Chajim Berlin in New York.



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