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Raw Frand zu Parschat Wajischlach 5766 (Beitrag 2)

Die Fähigkeit, sich nicht beeinflussen zu lassen: Gut oder schlecht?

Raschi lehrt eine berühmte Gematria (Zahlenlehre) aus den folgenden Worten: „Bei Lavan lebte („garti“) ich“. [Bereschit 32:5] Der Zahlenwert des Wortes „garti“ („ich habe gelebt“) ist 613 (Taria’g). (Dies sind sogar die gleichen Buchstaben, in anderer Reihenfolge.) Aus Ja’akovs Worten kann die subtile Botschaft an Ejsav entnommen werden: „Ich habe zwanzig Jahre bei Lavan geweilt, habe aber trotzdem alle 613 Mizvot (Gebote) der Torah gehalten; ich habe nichts von seinem schlechten Verhalten übernommen.“

Es braucht ausserordentliche Stärke für jemanden, der zwanzig Jahre lang weit weg von seiner Familie ist und über keine soziale Unterstützung gegenüber der vorherrschenden Kultur verfügt, seine eigenen religiösen Überzeugungen beizubehalten. Ja’akov Avinu besass eine besondere Stärke, die ihm Schutz gegen die Einflüsse der Umgebung gewährte.

Woher hatte Ja’akov diese Fähigkigkeit? Ja’akov erbte sie von seiner Mutter Rifka. Rifka war die Tochter Betuel’s und die Schwester von Lavan. Der Einfluss ihres Heimes war negativ, sie aber blieb trotzdem rechtschaffen und geprägt von Güte und Frömmigkeit. Sie übertrug die Fähigkeit, von der Umgebung nicht beeinflusst zu werden, auf ihren Sohn Ja’akov.

Wir müssen jedoch daran denken, dass Rifka noch einen anderen Sohn hatte. Ihre Söhne waren ja sogar Zwillinge! Alle Studien deuten darauf hin, dass Zwillinge eine ähnliche Natur haben, auch wenn die beiden keine identischen Zwillinge waren. Wieso erbte Ja’akovs Zwillingsbruder, Ejsav (Esau), diese Fähigkeit nicht gleichermassen?

Rav Matitjahu Salomon gibt eine brillante Erklärung. Auch Ejsav erbte diese Fähigkeit. Er hatte einen Grossvater namens Avraham. Er hatte einen Vater namens Jizchak. Er hatte eine Mutter namens Rifka. Er hatte einen rechtschaffenen Bruder namens Ja’akov. Ejsav hätte sich wahrlich zu einem grossartigen Zadik (Gerechter) entwickeln müssen. Und doch geschah dies nicht. Ejsav wurde zu einem Bösewicht. Er beging Morde, er praktizierte Götzendienst, er verübte die schlimmsten Verbrechen. Warum? Genau darum, weil er über diese Fähigkeit verfügte. Dasselbe grossartige Gen, welches er, wie sein Bruder, von seiner Mutter Rifka erbte, ermöglichte ihm, sich von seinem positiven Umfeld nicht beeinflussen zu lassen und solcherarten aufzuwachsen, ungeachtet seiner Umgebung!

Das „Gen“, welches vor dem Umfeld schützt, kann geistig aufbauend oder zerstörerisch wirken. Dasselbe lässt sich von allen Eigenschaften sagen, aus welchen sich die menschliche Persönlichkeit zusammensetzt. Sie können alle für das wertvollste Gut, als auch für die grösste Schändlichkeit verwendet werden. Dies hat erschreckende Auswirkungen. Jede Gabe und jeder Segen, über den wir verfügen, kann zum Guten oder Schlechten gebraucht werden. Es liegt in unserer freien Wahl, festzulegen, in welche Richtung wir die Kräfte lenken, mit denen G’tt uns gesegnet hat.


Quellen und Persönlichkeiten:
Raschi (1040 - 1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]: Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); "Vater aller Torahkommentare".
Rav Matitjahu Salomon: Zeitgenössischer Rabbiner und Redner, Maschgiach (Leiter und geistiger Ratgeber) in Lakewood, N.J., USA.



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