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Raw Frand zu Parschat Toldot 5763 (Beitrag 2)

Avimelech war der Erste, der sagte: "Ihr Juden seid zu reich."

Wir haben bereits einige Male betont, dass das Hauptthema des Buches Bereschit ist: Die Taten der Väter sind ein Wegweiser für kommende Ereignisse in späteren Generationen ("Ma'asse awot Siman le'Banim"). Wir haben erläutert, dass dies nicht nur eine Prophezeiung ist, was den Nachkommen widerfahren wird. Die Tatsache, dass unsere Vorväter bestimmte Prüfungen bestehen konnten, gibt uns die Fähigkeit und die Stärke, ähnliche Erfahrungen in unserem eigenen Leben und als Gemeinschaft zu meistern.

In Parschat Toldot hören wir erstmals von einem Aspekt von "Ma'asse Awot Siman le'Banim", welcher uns seit ewigen Zeiten verfolgt, nämlich von "Sin'at Jisrael", dem grundlosen Judenhass. Dieses Konzept findet seinen Ausdruck im Dialog von Avimelech mit Jizchak, als Avimelech sagt, dass es Zeit sei, zu gehen: "Ziehe weg von uns, denn du bist uns viel zu mächtig geworden ("azamta mimenu me'od")." [Bereschit 26:16] Der Midrasch erklärt diesen Vorwurf von Avimelech mit: "Ist die ganze Macht und Stärke, die du angesammelt hast, nicht von uns?"

Der Midrasch sagt mit anderen Worten: "Früher hattest du nur einen kleinen Laden, und jetzt gehört dir ein ganzes Warenhaus." Das ist das Grundmuster des immer wiederkehrenden Antisemitismus. Der Jude kann machen, was er will: Die Völker der Welt werden einen Grund finden, um sein Benehmen zu verurteilen.

Der Rejscha Rav meint, dass der Vers "Juda ist ins Exil gegangen wegen seiner Armut und weil er zuviel arbeitete" [Eicha 1:3] so gemeint ist: Was auch immer wir tun - die Völker werden immer einen Fehler darin finden. Als Jizchak nach Gerar kam, wollte niemand etwas mit ihm zu tun haben, weil er arm war. "Wir haben die Juden nicht gern. Sie sind zu arm!" Als Jizchak vermögend wurde, sagten sie: "Wir wollen dich nicht. Du bist zu reich!" Manchmal wollen sie die Juden ins Exil schicken, weil sie zu arm sind ("galsa Jehuda m'ani") und manchmal wollen sie uns ins Exil schicken, weil wir zu arbeitsam oder zu reich sind ("m'rov Awodah"). Was auch immer die Ursache dafür ist, es gibt immer einen Grund, die Juden nicht zu mögen.

Der 7. November war der Jahrestag der kommunistischen Revolution von 1917. Dieses Ereignis wird im heutigen Russland nicht mehr gefeiert. Sie feiern den Kommunismus nicht mehr; er landete im Abfalleimer der Geschichte. Ist es nicht eine Ironie des Schicksals? Als der Kommunismus aufkam, wurden wir dafür verantwortlich gemacht. Dann, in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts, wurden alle Juden aus der kommunistischen Partei ausgeschlossen. Damals wurden die Juden als Kapitalisten verschrien. Heute macht man die Juden für den Fall des Kommunismus verantwortlich.

Entscheidet Euch: Begannen wir mit dem Kommunismus? Besiegten wir den Kommunismus? Waren wir die Kapitalisten? Waren wir die Kommunisten? Brachten wir den Kommunismus zum Blühen oder verursachten wir seinen Niedergang? Sagt uns: Was haben wir falsch gemacht?

Die Antwort ist: Es macht keinen Unterschied. Judah wurde wegen der Armut und dem Reichtum in die Verbannung geschickt. Die Völker haben uns nicht gern - wir können tun, was wir wollen.

Es gibt die berühmte Geschichte von dem Juden, der von einem SS- Offizier angehalten wurde. Der SS-Offizier drückte den Juden auf den Boden und fragte ihn: "Wer ist der Grund allen Übels auf der Welt?" Der Jude antwortete: "Die Juden und die Radfahrer." Darauf fragte der Offizier den Juden: "Wieso die Radfahrer?". Dieser entgegnete: "Wieso die Juden?"


Quellen und Persönlichkeiten:
Rav Aaron Levine [Rejscha Rav] (ca. 1880 - 1941): Autor des Werkes "Hadrasch we'ha'Ijun", Führer der Aguda und Parlamentsabgeordneter; Rabbiner in Rejscha, Polen.
Midrasch: Erklärungen zur Torah, sehr oft mit Gleichnissen.



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