Adar Scheni
/Paraschat Schmini


sheloassanigoi

Aus: Die Jüdische Zeitung-- Nr. 8 28. Schwat 5777 / 24. Februar 2017, 28. Jahrgang

Entnommen aus dem Sefer Sefer ‚Mekorej Hatefilla‘, das vor einigen Jahren von Raw Efrajim Slotnik schlit’a aus Jeruschalajim herausgegeben wurde. Das Sefer erhielt die Haskamot von Raw Eljaschiw sz’l, und von jbl“ch Raw Awraham Hakohen Kook, dem Rosch Jeschiwat Me’or Hatalmud, Rechowot und von Raw David Kohen, dem Rosch Jeschiwat Chewron.

Poke’ach Ivrim

Sobald ein Mensch am Morgen früh seine Augen öffnet, muss er laut Chasal dieBracha ‚Poke’ach Ivrim‘ sprechen. Andere sind der Meinung, dass man sie sagt, sobald man sich die Augen durch ein Kleidungsstück reibt. In der Messechet Derech Erez steht, dass man die Bracha sagen soll, sobald man sich nach dem Erwachen auf die Seite dreht.

Ein Blinder

Der Mischna Berura schreibt, dass auch eine blinde Person diese Bracha sprechen kann.

Malbisch Arumim

Unsere Weisen haben angeordnet, dass man diese Bracha sagt, sobald man am Morgen seine Kleider anzieht.

Einige Acharonim sind der Meinung, dass man ‚Hamalbisch Arumim‘ sagt, um zwischen den Worten ‚Ha’olam‘ und ‚Malbisch‘ einen Unterbruch einzulegen.

Reihenfolge dieser zwei Brachot

In der Gemara wird zuerst die Bracha ‚Poke’ach Ivrim‘ und dann die Bracha ‚Malbisch Arumim‘ gebracht, wie wir es auch bei Adam und Chawa sehen, dass zuerst ihre Augen geöffnet wurden und sie sich erst danach ein Kleidungsstück nähten. Es gibt jedoch auch Rischonim, die die Bracha ‚Malbisch Arumim‘ an erster Stelle bringen.

Matir Assurim

Setzt man sich auf das Bett hin und streckt

seine Glieder, sagt man die Bracha ‚Matir Assurim‘. Andere sind der Meinung, dass diese Bracha gesagt wird, sobald man sich mit den Händen beschäftigt. Laut dem Wilnaer Gaon wird diese Bracha gesagt, sobald man sich im Bett auf die Seite dreht. Obwohl man während der Nacht nicht wirklich im Gefängnis eingesperrt war, sagt man diese Bracha nachdem man nun die Glieder bewegen kann, die im Laufe der Nacht zugebunden waren.

Einige Rischonim sind der Meinung, dass diese Bracha nicht gesagt werden soll, weil sie in der Bracha von ‚Sokef Kefufim‘ inbegriffen ist. Andere schreiben, dass man deshalb Wert darauf legen soll, diese Bracha unbedingt an erster Stelle zu sagen und die Bracha Sokef Kefufim erst danach.

Sokef Kefufim

Sobald man aufrecht steht, ordneten die Chachamim an, dass man die Bracha ‚Baruch Sokef Kefufim‘ benschen soll. Denn während der Nacht war der Körper des Menschen geneigt. Einige Rischonim sind der Meinung, dass diese Bracha erst nach der Bracha ‚Roka Ha’aretz‘ folgt, da man zuerst auf den Boden steht und erst danach aufsteht.

Roka Ha’aretz al Hamajim

Die Chachajim ordneten an, dass man diese Bracha ‚Roka Ha’aretz al Hamajim‘ sagen soll, sobald man die Füsse auf den Boden setzt.

Wir finden drei Erklärungen auf diese Bracha. Der Roke’ach schreibt, dass man mit dieser Bracha dafür dankt, dass Haschem uns die Kraft gegeben hat, auf der Erde gehen zu

können. Der Awudraham erklärt hingegen, dass man dabei dafür dankt, dass Hkb“H die Erde aus der Wasseroberfläche hinausragen liess, obwohl das Wasser die Erde hätte bedecken sollen. Haschem schaffte die Wassereinsammlungen, sodass die Erdoberfläche sichtbar wird und die Lebewesen und Pflanzen darauf leben können. Verschiedene Achronim sind der Meinung, dass man mit dieser Bracha ein Lob ausspricht, dass Haschem die Natur abänderte und die Erde über dem Wasser ‚schwimmen‘ lässt. Laut den Naturregeln sollte die Erde unter das Wasser sinken und Hkb“H mit Seinem Erbarmen über die Geschöpfe der Erde änderte die Natur, sodass ein Lebensraum für die Lebewesen entsteht.

Sche’assa Li Kol Zorki

Sobald eine Person seine Schuhe anzieht, benscht er laut der Anordnung unserer Weisen ‚Baruch Sche’assa Li Kol Zorki‘. Der Awudraham erklärt, dass es einem Menschen nicht möglich ist, all seine Erledigungen barfuss auszuführen. Sobald er seine Schuhe anzieht ist es so als konnte er auf dieser Weise all seine Besorgungen erledigen. Im Aruch Haschulchan wird erklärt, dass man Haschem dafür lobt, nicht ähnlich wie die Tiere, auf allen Vieren gehen zu müssen. Wir können aufrecht gehen und unseren Blick nach oben werfen. Der Chochmas Schlomo bringt die Gemara, dass ein Mensch sogar bereit sein soll, all seine Besitztümer zu verkaufen, wenn dies nötig ist um Schuhe für seine Füsse zu kaufen. Ein Mensch der Schuhe besitzt und nicht gezwungen war seine Besitztümer zu verkaufen, soll Hkb“H auf all seine Besitztümer danken, die er erhalten hat. Interessanterweise dankt man bei dieser Bracha in der Vergangenheitsform.

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