Schewat
/Paraschat Beschalach/


birkothashachar

Aus: Die Jüdische Zeitung-Nr. 7 21. Schwat 5777 / 17. Februar 2017, 28. Jahrgang

Entnommen aus dem Sefer Sefer ‚Mekorej Hatefilla‘, das vor einigen Jahren von Raw Efrajim Slotnik schlit’a aus Jeruschalajim herausgegeben wurde. Das Sefer erhielt die Haskamot von Raw Eljaschiw sz’l, und von jbl“ch Raw Awraham Hakohen Kook, dem Rosch Jeschiwat Me’or Hatalmud, Rechowot und von Raw David Kohen, dem Rosch Jeschiwat Chewron.

Schelo Assani Awed

In den Worten der Tana’im wurde diese Bracha nicht erwähnt, stattdessen steht die Bracha ‚Schelo Assani Bur‘ – ‚Dass Du mich nicht als Unwissender erschaffen hast‘. Rabbi Acha Bar Jakow ist jedoch der Meinung, dass man diese Bracha nicht sprechen soll, weil man sich nicht darüber rühmen soll, kein Unwissender zu sein, weil ein Unwissender zu denselben Mitzwot verpflichtet ist, oder weil es heutzutage kaum noch extrem Unwissende gibt. Stattdessen wurde die Bracha über den Knecht angeordnet. Einige sagen auch die Bracha ‚Schelo Assani Bur‘.

Weshalb sagen wir diese Bracha? Das Lob in dieser Bracha wird ausgesprochen, weil ein Knecht nicht zu den zeitbedingten Mitzwot verpflichtet ist. So hat er auch keine Verdienste von Vorfahren, die am Berge Sinai gestanden sind. Auch schenkt man ihm keinen Glauben, wie die Mischna in Awot 2.7 sagt. Es ist ihm auch nicht gestattet eine jüdische Frau zu heiraten. Dem kommt hinzu, dass die Verknechtung des Menschen Verstand beraubt und ihm auch nicht die Möglichkeit lässt, seinem Schöpfer richtig zu dienen. Sogar ein jüdischer Knecht kann die Mitzwot nicht vollumfänglich ausführen, weil man ihm den ganzen Tag hindurch Aufgaben gibt.

Wie sprechen Frauen diese Bracha? Es gibt Solche die der Meinung sind, dass eine Frau einen anderen Nussach, ‚Schelo Assani Schifcha‘ sprechen soll. Der Ja’awetz schreibt jedoch darauf, dass man diese Bracha dann nicht mit dem Namen G“ttes aussprechen darf, nachdem dieser Nussach nicht in der Gemara erwähnt wird. Es wird jedoch die Meinung gebracht, dass auch Frauen der originale Nussach sagen sollen.

Was sagt ein Knecht? Der Pri Megadim wundert sich darüber, weshalb Knechte nicht gleich wie Frauen, statt die Bracha ‚Schelo Assani Awed‘, die Bracha ‚Sche’assani Kirzono‘ sprechen sollen.

Schelo Assani Ischa

Die Chachamim ordneten an, dass man diese Bracha täglich sagen soll. Frauen sagen diese Bracha nicht, führen sich aber, stattdessen eine andere Bracha (wie anschliessend erwähnt) zu sagen.

Weshalb wird diese Bracha gesagt? Man lobt Haschem dabei, nicht als eine weibliche Person erschaffen worden zu sein, die nicht zu allen Mitzwot verpflichtet ist. Eine Frau untersteht auch ihrem Mann und hat somit nicht immer die Möglichkeit alle Mitzwot vollumfänglich zu erfüllen. Ein weiterer Unterschied besteht darin, dass eine verheiratete Frau kein eigenes Geld besitzt, mit dem sie Zedaka geben kann.

Sche’assani Kirzono

Die Posskim schreiben, dass die Frauen den Brauch haben, diese Bracha zu benschen. Einige sind jedoch der Meinung, dass man in dieser Bracha G“ttes Namen nicht aussprechen darf, nachdem diese Bracha nicht durch

die Weisen der Gemara angeordnet wurde. Es besteht auch die Meinung, dass man diese Bracha überhaupt nicht sagen soll. Es besteht eine Meinung in den Rischonim, dass eine Frau ein Lob sagen soll, dass Haschem sie nicht als Tier erschaffen hat. Man führt sich aber nicht, dieses Lob zu sagen, da man dafür schon in der Bracha von ‚Elokai, Neschama‘ dankt.

Wofür wird das Lob gesagt? Während einige Posskim der Meinung sind, dass eine Frau mit dieser Bracha ihre Zufriedenheit, laut dem Willen G“ttes beschaffen worden zu sein, zum Ausdruck bringt, ist der ‚Tas‘ der Meinung, dass dabei auch ein Lob über die Wichtigkeit und besondere Überlegenheiten einer Frau zum Ausdruck gebracht wird.

Reihenfolge dieser Brachot In der Anordnung dieser drei Brachot gehen die Meinungen auseinander. Einige sind der Meinung, dass man zuerst die Bracha über den Nochri dann über die Frau und anschliessend über den Knecht spricht. Andere schreiben hingegen, wie es unser Minhag ist, nach dem Nochri zuerst die Bracha über den Knecht und erst dann über die Frau zu sagen. Der Roke’ach schreibt, dass man zuerst die Bracha über die Frau, dann über den Nochri und danach über den Knecht sagt. Obschon einige Posskim die Meinung vertreten, dass man die Bracha über Nochri und Knecht nicht mehr sagen kann, wenn man aus Versehen zuerst die Bracha über die Frau gesprochen hat, wird von der Mehrheit der Posskim entschieden, dass man diese Brachot auch in einer anderen Anordnung sprechen kann.

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