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“Borer“ - das Verbot des Aussortierens am Schabbat (Teil 2 - praktische Halachot )

Hier nun verschiedene Beispiele erlaubten und verbotenen Essens im Kontext von "Borer" am Schabat:



Es ist verboten, am Schabat Gräten vom Fisch oder Knochen vom Huhn zu trennen. Daher hat man in umgekehrter Form vorzugehen: Man muss das Fleisch vom Knochen, und den Fisch von der Gräte trennen, um es essen zu können (siehe hierzu in Schulchan Aruch סימן שי"ט, dort in ביאור הלכה ס"ד ).

In diesem Sinne ist es z.B. ebenso verboten, faule Weintrauben von den restlichen guten auszusortieren. Dasselbe gilt für eine ganze und vollständige Frucht, in der ein Teil nicht mehr genießbar oder verfault ist. Auch hier dürfen wir nicht den faulen Teil von der restlichen Frucht entfernen.

In folgender Art dürfen wir jedoch aussortieren:

Essen, das wir schon im Mund haben, dürfen wir auch im Mund aussortieren. Beispiel: Man darf, nachdem man ein Stück Fisch in den Mund genommen hat, die Gräte vom Fisch trennen. Und diese erlaubte Art nennen wir halachisch: "Derech Achila".

Zu dem Konzept von "Derech Achila" zählt daher auch, dass es am Schabat erlaubt ist, eine Frucht (z.B. einen Apfel) zu schälen. Das Trennen der Schalen von der Frucht gilt deswegen nicht als Borer, weil es keinen anderen Weg gibt, an die Frucht heranzukommen, als eben durch das Trennen der Schalen durchs Schälen.
Mit Derech Achila meinen wir also eine erlaubte Form von Aussortieren, wenn es keine andere Möglichkeit gibt an das Essen zu gelangen. Daher darf man am Schabat verschiedene Arten von Obst und Gemüse schälen, nicht jedoch mit einem speziellen Schälmesser, sondern mit einem einfachen und gewöhnlichen Messer (siehe hierzu in ביאור הלכה סימן שכא ).

Ebenso zählt zu diesem Konzept, dass es am Schabat erlaubt ist, die äußeren, schlechten Blätter eines Salatkopfes abzumachen, denn das gilt als Schälen, nicht als Borer. Allerdings ist es verboten, nachdem man die inneren Salatblätter vor sich liegen hat, nun auszusortieren, und die schlechten von den guten zu trennen. Hier haben wir es nicht mehr mit Schälen, sondern mit Borer zu tun

(siehe hierzu: באור הלכה סימן שי"ט סעיף א').

Daher hat Rav Mosche Feinstein festgelegt, dass im Falle eines Fisches, der sehr viele kleine Gräten enthält, und es sehr schwer ist, den Fisch von den Gräten zu trennen bzw. die Gräten von dem Fisch im Mund zu trennen, wir halachisch erleichtern dürfen. Und das bedeutet: Nach diesem Psak Halacha ist es erlaubt, kleine Gräten, die man anders nicht vom Fisch trennen kann, durch Aussortieren vom Fisch zu trennen, und dies gilt nicht als Borer, sondern auch als "Derech Achila".

Jedoch gilt grundsätzlich: Wann immer es möglich ist, das Essen von den Restteilen zu trennen, wenden wir in keinem Fall die Methode des "Derech Achila" an (siehe hierzu in Igrot Mosche, 4. Teil, 74).



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