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Rabbi Jizchak wendet sich an die Juden, nicht an die anderen Nationen

Raschi bemerkt im Namen von 'Rabbi Jizchak' [Berejschit 1:1], dass es eigentlich logischer wäre, wenn die Torah, welche ein Gesetzeswerk darstellt, mit dem ersten Gebot "Dieser Monat sei für euch der Anfang aller Monate" [Schemot 12:2] anfangen würde. Wieso beginnt die Torah mit der Schöpfungsgeschichte?

Die Torah beginnt mit der Schöpfungsgeschichte, weil sie die Botschaft des Pasuks "Die Stärke Seiner Taten berichtete Er Seinem Volke, um ihm den Besitz der Nationen zu geben" [Tehillim/Psalmen 111:6] übermitteln will. Wenn die Nationen der Welt Israel sagen werden "Ihr seid Räuber, weil ihr das Land der sieben Nationen, die Kana'an besiedelt hatten, erobert habt", so wird Israel entgegnen, dass die ganze Welt G'tt gehört. Er schuf sie und Er gab sie demjenigen, der ihm passte. Nach Seinem Gutdünken gab er ihnen das Land und nach Seinem Gutdünken nahm er es ihnen wieder weg und gab es uns.

Reb Elja Me'ir Bloch stellte folgende Frage: Was erreichen wir, wenn wir dieses Argument vorbringen? Die Nationen der Welt werden von diesem Argument kaum überzeugt sein. Ob wir Raschi zitieren oder 'Rabbi Jizchak' - dies wird sie nicht im Geringsten dazu bringen, den Anspruch der Juden auf Erez Israel (das Land Israel) anzuerkennen. Vielmehr, so meint Reb Elja Me'ir Bloch, ist dieser Raschi für uns selbst gedacht und nicht für die anderen Völker.

Ist es uns klar und sind wir wirklich überzeugt davon, dass das Land uns gehört, haben wir die Kraft der Gewissheit und die Sicherheit, um gegen die anderen Nationen der Welt aufzustehen und sie voller Überzeugung wissen zu lassen: "Das ist unser Land." Es geht nicht darum, Argumente zu finden, wenn wir unsere Rechte auf das Land verteidigen. Es geht auch nicht darum, ob sie unsere Argumente entgegennehmen. Es geht darum, dass wir unsere Rechte auf das Land begreifen müssen. Wenn ein Mensch WEISS, dass er Recht hat, dann hat er auch den Mut aufzustehen und zu sagen: "Es tut mir leid, aber dies gehört mir - und nicht dir!" Das lehrt uns der erste Raschi im Chumasch.

Ein Jude sollte daran denken, dass unser Anspruch auf Erez Israel auf Rabbi Jizchaks Argument beruht. Die Begründung "wir brachten die Wüste zum Blühen" oder „das Land gehört uns wegen unserer militärischen Stärke“ sind die falschen Argumente. Je mehr wir von der Richtigkeit von "Die Stärke Seiner Taten berichtete Er Seinem Volke, um ihm den Besitz der Nationen zu geben" überzeugt sind, desto eher können wir das, was uns mit vollem Recht gehört, bewahren.


Quellen und Persönlichkeiten:
Raschi (1040 - 1105) [Rabbi Schlomo ben Jizchak]: Troyes (Frankreich) und Worms (Deutschland); "Vater aller Torahkommentare".
Reb Elja Me'ir Bloch (1895 ­ 1955): Rosch Jeschiwa in Tels, Litauen, und Cleveland, USA.



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